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Erster Excars.
annehmen 1 ). Kann nach diesen deutlichen Zeugnissen des Alter-thums kein Grund vorhanden sein, den Einfluss des Auslandes aufPersien von vornherein zu verneinen, so kommt denn die weitereFrage, ob und wie weit wir denselben naclnveisen können ? Bei derlangen Dauer des persischen Reiches und der persischen Religionversteht es sich von selbst, dass dieser Einfluss zu verschiedenenZeiten und in verschiedenen Formen hervortreten kann. Es könneneinzelne Lehren aus den semitischen Religionen unmittelbar herüber-genommen und zur Geltung gekommen sein, andere mögen mitursprünglich persischen Ideen zu einem Ganzen verknüpft wordensein. Einen Schluss auf das Alter einer Schrift wird man aus demVorhandensein oder der Abwesenheit semitischer Elemente nicht wei-ter ziehen können, denn die Culturen von Babylon und Ninive sinderweislich älter als die persische, auf der anderen Seite haben diealtsemitischen Religionen noch lange genug neben der Biüthe desParsismus bestanden, um einen späteren Einfluss möglich zu machen.So beweisen denn auch die Ruinen von Persepolis bestimmt denauswärtigen Einfluss schon zur Zeit des Darius 2 ). Wir wissen aberauch, dass manche auswärtige Gottheiten erst durch Artaxerxes 3 )eingeführt wurden. Da es nun nicht möglich sein wird, ein Zeug-niss des Alterthums für jede fremde Idee aufzufinden, wann dieselbeeingeführt worden sei, so werden wir vornehmlich aus innerenGründen entscheiden müssen, was früher ist und was später. Fin-den wir eine Ansicht der späteren Bücher mit dem klaren Wortlauteder früheren im Widerspruch, so dürfen wir unbedenklich dieselbefür später halten, klingt sie an eine auswärtige deutlich an, so dür-fen wir wol in den meisten Fällen annehmen , dass sie entlehnt sei.
Von directen Entlehnungen aus den semitischen Ideenkreisensind uns nur wenig Spuren geblieben. Einmal das schon oben p. 12
1) Her. I. 135. Seivixa ds vo/aruc Jfenaca nQogCtvzai uvdytäv /idhnza.
2) Cf. Layard: Ninive und seine Ueberreste p.339 ff. der deutschen Ueber-setzung.
3) Clemens Alex. Admonil. ad geutes p. 43 ed. Sylb. : 'iyäXfiaza fih> Oeävov jla xal XCfbovg vnuXr\(f aaiv Siqneo "BXbjveg, oveU fziv ißidag xal iyvev-[lovag xadaneQ Aiyvnzioi, alXu tcvq re xal vdioQ , tag <f>iX6aoqoi. Meza dkiroXldq /xevzoi vaztnov neqioöovg IztSiv avd-Qtonoetdfi uyaXuaza aißetv avzovgBrjQtoaaog iv zqCziq XaXda'ixdjv naQlozrjcn, zovroßXozaßioßov zov xlageCov zovllyov elgrjyzjoofiivov, og nQtözog zijg IdffQod Izijg Idvatzidog zo ayaXfza ctva-azr\aag iv BaßvXcövi xal Xovnoig xal ’Exßazz]Voig, IHnGaig xal Bäxzgoig xalzlci/UctaxrS xal Xuqdi C/V initiale aeßtiV-