Einundzwanzigster Fargard.
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23. Dann (sprach) vor jenem Maüthrö - «jpeuta (das heiligeWort) *).
24. Ich will hier deine Geburt und dein Wachsthum reinigen.
25. Ich will deinen Körper und deine Kraft reinigen.
26. Ich will dich kinderreich und reich an Milch machen 1 2 3 ).
27. An Thätigkeit, Milch, Fettigkeit, Mark und Nachkommen-schaft 3 ).
28. Deinetwegen will ich tausendfältig hier reinigen.
29. Reichthum an Vieh , welches herumläuft und Nahrung fürKinder ist
30. Wie der See Vöuru-kasha die Zusammenkunft des Wassersist, erhebe dich, ziehe von der Luft zur Erde, von der Erde zurLuft. Erhebe dich, stehe auf, du, zu dessen Geburt und Wachs-thum Ahura-mazda die Erde geschaffen hat.
31. Gehe auf, o Mond, der du den Saamen des Viehes enthältst.
32. Ueber den Hara-berezaiti (Alborj) und leuchte den Ge-schöpfen. Erhebe dich also, wenn du verehrungswürdig bist, aufdem Wege, den Ahura-mazda geschaffen hat, in der Luft, welche,die Baghas geschaffen haben, auf jenem geschaffenen wasserreichen(Wege). Dann sprach vor jenem Marithra-spenta: Ich will deineGeburt und dein Wachsthum reinigen, ich will deinen Körper unddeine Kraft reinigen, ich will dich kinderreich und reich an Milchmachen, an Thätigkeit, Milch , Fettigkeit, Mark und Nachkommen-schaft. Deinetwegen will ich tausendfältig hier reinigen Reichthuman Vieh, welches herumläuft und die Nahrung für Kinder ist. — Wieder See Vöuru-kasha die Zusammenkunft des Wassers ist, erhebedich, ziehe von der Luft zur Erde, von der Erde zur Luft. Erhebe
1) §. 33 ist dunkel, in der H. U. sowol als im Texte, und dass das Fol-gende von Manthra-fpenta gesprochen werde, ist blos eine Conjectur von mir,die aber, wie ich glaube, sehr wahrscheinlich ist, da ich nicht wüsste, auf weudie Anrede gehen sollte, wenn nicht auf das eben angerufene Gestirn. Diesscheint auch die Ansicht der Parsen zu sein, cf. die folgende Note.
2) Glosse: „Du selbst hist geworden und von dir entsteht Milch.“ DieSonne wird also wol darum reich an Milch genannt, weil sie Milch hervor-bringt und das Hervorgebrachte gleichsam ihr gehört.
3) Paemavaiti übersetzt die H.U. mit liMltsa’S, kh s h vip t a va i t imit UH'itcV'B , was auf dasselbe binauskonimt. Unter dem ersten versteht sienach der Glosse die Milch der Menschen, unter dem zweiten die der Kühe.§§. 36. 27 sagen übrigens fast dasselbe.