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1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
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EINUNDZWANZIG STER FARGARD.

EINLEITUNG. 1 )

Das vorliegende Fragment denn ein solches ist es gehörtweder zu den frühesten, noch, in seiner gegenwärtigen Abgerissen-heit, zu den verständlichsten Bruchstücken des Vendidad. Merk-würdig ist aber dasselbe als einer der Ueberreste der altpersischenLiteratur, welche den Sternencultus der Perser behandeln. Das vor-liegende Capitel, welches, mit Ausnahme der drei ersten Paragra-phen, lediglich sich mit Anrufungen der Gestirne beschäftigt, gehörtganz der späteren Anschauung an und eine Stelle des Minokhiredwirft glücklicherweise ein bedeutendes Licht auf dieselbe. In dieserStelle des Minokhired nimmt der Stern Tistar (cf. Excurs I.) die her-vorragendste Stellung ein, neben ihm wird noch ein §tära. i. äw.chihara (i. e. äfs. chilhra) genannt (d. h. Wassersaamen), dann einzweiter zami chihara (Erdsaamen), ein dritter urvar chihara (Baum-saamen) und ein vierter gogpend chihara (Viehsaamen). Alle dieseSterne sind blos der Menschen wegen geschaffen, ohne Zweifel weilsie dadurch zum menschlichen Wohlergehen mitwirken, dass sieüber die ihnen anvertrauten Theile der Schöpfung wachen und dasWachsthum und das Gedeihen derselben befördern helfen. Dassaber die Ausdrücke äfs. chithra u. s. w. so zu erklären seien, dassdiesen Sternen die Fürsorge für das Wasser u. s. w. anvertrautsei, schliesse ich aus einer Stelle des Bundehesch (Cod. Havn. XX.fol. 104. rct. 1. 5 1L), wo gesagt wird, dass beim Tode des Gayo-mard ein Theil seines Saamens an die Sonne übergeben worden sei.

1) Cod. Lond. nr. 2 :