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V e n (1 i d a d.
75. Er wasche sich viermal mit. dem Urin einer passenden Kuh,zweimal mit Wasser, mit dem von Ahura-mazda gegebenen.
76. Dann wird rein sein Vohu-mano, dann wird rein sein derMensch.
77. Es erhebe Vohu-mano (das Kleid) mit dem linken Arme undrechts, mit dem rechten Arme und links 1 ).
78. Darauf rufe Vohu-mano die erhaben geschaffenen Lichteran, dass es (einige) von den durch die Baghas geschaffene Sternebeleuchten.
79. Bis dass neun Nächte vorüber gegangen sind.
80. Dann nach neun Nächten bringe er Zaothra (Zor) für dasFeuer, er bringe hartes Holz für das Feuer, er bringe verschieden-artige Wohlgerüche für das Feuer.
81. Vohu-mano (der Mensch) räuchere es (das Kleid).
82. Gereinigt ist Vohu-mano, gereinigt ist der Mensch.
83. Es erhebe Vohu-mano (das Kleid) mit dem linken Armeund rechts, mit dem rechten Arme links.
84. Es spreche Vohu-mano: Preis dem Ahura-mazda, Preisden Amesha-^pentas, Preis den übrigen Reinen.
85. Es fragte Zarathustra den Ahura-mazda: AllwissenderAhura-mazda!
86. Soll ich auffordern den heiligen Mann, soll ich aufforderndie heilige Frau, soll ich auffordern den sündhaften von den schlech-ten, die Daevas verehrenden Menschen?
87. Sollen sie über die Erde ausbreiten laufendes Wasser,wachsende Feldfrüchte, sollen sie andere Reichthümer über dieselbeausbreiten.
88. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Fordere auf, o reinerZarathustra.
89. Schöpfer! wo sind diese Gerichte, wo gehen diese Gerichtevor sich, wo versammeln sich diese Gerichte, wo kommen die Ge-richte zusammen, (welche) der Mensch der mit Körper begabtenWelt für seine Seele ablegt*)?
1) Das hina und bavaya hier und in §. 83 sind Adverbia, wie Rothrichtig nachgewiesen hat. Cf. die ähnlichen Formen khshvaj'aya und naumayaoben Farg. VIII 45 ff.
%} Die nachfolgende Stelle ist wichtig und zusammengenommen mit §. 20ein Beweis, dass die Auferstehung zur Zeit, als der Vendidad geschriebenwurde, noch nicht bei den Parsen bekannt war. Die Frommen gehen hier