Neunzehnter Fargard.
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62. Preis (dir) dem Baume, dem guten, von Ahura geschaffe-nen, reinen.
63. Er wird ihm bringen das Bere§ma von derselben Längeals Breite.
64. Nicht sollst du das Beretjma rings umschneiden (d. h. hin-werfen) , die heiligen Männer sollen es in der linken Hand halten *).
65. Preisend den Ahura-mazda, preisend die Amescha-^penta.
66. Dich, o Haomu, goldner, grosser, und die schönen Darbrin-gungen des Vohu-mano (Menschen), die guten, von Ahura^geschalfe-uen, für den heiligen besten.
67. Es fragte Zarathustra den Ahura-mazda: AllwissenderAhura-mazda!
68. Ohne Schlaf bist du, ohne Trunkenheit bist du, der duAhura-mazda bist 1 2 ).
69. Vohu-mano (der Mensch) verunreinigt (sich) — unmittel-bar — Vohu-mano (der Mensch) verunreinigt (sich) — mittelbar —von dem Körper, den die Daevas geschlagen haben, durch den Daevaverunreinigt er (sich), ist Vohu-mano (der Mensch) rein 3 ) ?
70. Darauf sprach Ahura-mazda: Suche Urin eines Ochsen,o Zarathustra, (suche dazu) einen jungen Ochsen, der richtig ver-schnitten ist.
71. Bringe sie gereinigt zu der Erde, welche von Ahura gege-ben ist.
72. Eine Furche ziehe dieser Mann der reinigt.
73. Er bete hundert heilige Gebete: ashem vöhü etc.
74. Zweihundertmal recitire er den Ahuna-vairya: yathä. ahü.vairyö 4 ).
1) Auch dieser §. isl verderbt und es ist fraglich, wie der Stelle nachzu-helfen sei. Nach meiner Ansicht liegt der Fehler in paiti keretem, wofürich paiti deretem lesen möchte, dies würde ich = dem skr. anädritya fassen.Ich verbinde ferner die Wörter p ai ri. ke re n ti s agben und sehe darin eineperiphrastische Bildung. Cf. aftarayeintim. aoghat, yaöjdayann. agben etc.
2) Abura-mazda ist ohne Schlaf, weil Agra-mainyus keine Macht über ihnhat. Es ist schon gesagt worden, dass der Schlaf den Parsen für etwas Böses vonAgra-mainyus Verhängtes gilt. Cf. zu Farg. XI. 29 und oben Farg. XVIII. 38. 39.
3) Die Schwierigkeit dieses §. liegt vorzüglich in der Fassung von vohu-mano. Gewöhnlich bedeutet dieses Wort einen der Amesha-ypentas, welchendie späteren Parsen Bahman genannt haben ; hier erklärt es die H. U. einfachdurch „Mensch.“ Man muss das Wort hier übersetzen : „der Gutgesinnte.“
4) Alle vorgeschriebenen Gebete sind im Dialecte des zweiten Theiles desYajna verfasst. Cf. Farg. X. Einl.