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1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
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Neunzehnter Fargard.

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90. Darauf entgegnele Ahura-mazda: Nachdem der Menschgestorben, nachdem der Mensch hiniibergegangen ist, nach demWeggange wirken (?) die schlechten, Uebles wissenden Daevas.

91. In der dritten Nacht, nach dem Kommen und Leuchten derMorgenröthe.

92. Und wenn auf die Berge mit reinem Glanze der siegreicheMithra sich setzt.

93. Und die glänzende Sonne aufgeht.

94. Dann führt der Daeva, Vizaresho mit Namen, o heiligerZarathusra, die Seele gebunden, die stündlich lebende der schlechten,die Daevas verehrenden Menschen * 1 ).

95. Zu den Wegen, welche von der Zeit geschaffen sind,kommt, wer für das Gottlose und wer fiir das Heilige ist.

96. An die Brücke Chinvat (kommt er), die von Ahura-mazdageschaffene, wo sie das Lebensbewusstsein und die Seele um denWandel befragen.

97. Den geführten in der mit Körper begabten Welt.

98. Diese schöne, wohlgeschaffene, schnelle, wohlgewachsenekommt.

99. Mit dem Hund, mit Entscheidung, mit Vieh(?), mit Stärke,mit Tugend 2 ).

gleich am dritten Tage iu das Paradies, die Bösen in die Hölle. Auch giebtdie vorliegende Stelle unseres Capitels die ganze Vorstellung noch sehr ein-fach, während sie der spätere Parsismus im Minokhired, Viraf-name und schonein kleines der älteren Periode noch angehöriges Fragment (abgedruckt in leid-lich richtiger Uebersetzung bei Anquelil ZAv. f. 2. part. p. XIII ff.) dieselbevielfach ausschmücken. Nach der späteren Vorstellung erscheinen dem From-men auf seinem Wege zum Himmel seine eigenen guten Werke in der Gestalteines schönen Mädchens uud geleiten ihn zum Himmel, wo er von Vohu-manö(Baliman) auf die oben bezeichnete Weise aufgenommen wird.

1) Das Schicksal der Bösen ist hier kaum angedeutel, doch hat schon inunserem Texte eine spätere Glosse diesem Mangel nachzuhelfen gesucht (cf.den §. 94 in der Textausgabe). Die spätere Sage beschreibt das Schicksal derBösen ganz der Analogie gemäss. Wie dem Frommen die guten, so erscheinendem Bösen die schlechten Thaten in Gestalt eines hässlichen Mädchens, er wirdzur tiefsten Hölle geschleppt, wo ihn Agra-mainyus und seine Daevas mit Spott-reden empfangen und ihn durch alle erdenklichen Qualen zu peinigen geloben.

2) Ich habe diese sonderbare Uebersetzung auch hier beibehalten , da siedurch die Tradition beglaubigt ist, obwol es bei f pänavaiti eigentlich leich-ter wäre, an fpänö, Heiligkeit, denn an ?, Hund, zu denken. Wegeu pa-9 uvaiti weiss ich noch jetzt keinen besseren Ausweg.