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1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
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V e n d i d a d.

Er begnügt sich nun nicht damit, die Angriffe des bösen Geistes zu-rückgewiesen zu haben , er will nun auch seine Drohung ausführenund den Agra-mainyus in seiner Schöpfung bekämpfen. Er stelltdemgemäss mehrere darauf bezügliche Fragen an Ahura-mazda,unter welchen die über verschiedene Reinigungsgeselze, die Ver-heissungen für die frommen Seelen nach dem Tode die vorzüglichsteStelle einnehmen. Die Daevas, als sie dieses hören, sind bestürztund rathlos; vergebens fragen sie sich, womit sie dem Zarathustraschaden können, sie fliehen bestürzt in den Grund der Hölle, in dietiefste Finsterniss.

Es scheint mir dieses Capitel die älteste Grundlage des Zer-tuscht-name zu sein, in welchem die immerwährenden Versuche derDaevas, den Zarathustra zu vernichten, bis ins Ahentheuerliche ver-mehrt worden sind.

So klar und durchsichtig der Gedankengang in diesem Capitelnoch vorliegt, so gewiss ist es auch, dass dasselbe durch frühereund spätere Interpolationen vielfach gelitten hat. Die späteren Inter-polationen, welche die Iluzväresch-Ueberselzung noch nicht vor-fand , sind auch in der nachfolgenden Uebersetzung gestrichen wor-den , die früheren aber geblieben, obwol sie vor einer nur etwasgenauen Kritik ebensowenig Stand halten können. Dahin rechnenwir vor Allem die Unzahl vonAnrufungen §. 42 57, von denen ichnur eine, die in §. 49, für ächt halte, die sich auch der Form nachvon den übrigen unterscheidet und alle die anderen Anrufungen insich begreift. Aber auch §. 113139 sind nicht weniger ein-geschoben, sie unterbrechen den Zusammenhang und sind vielfachstörend. Die Anrufungen Zarathustras werden noch dazu durch dassinnlose ,,zur Antwort gab mir Zarathustra 14 (§. 50. 114) ein-geleitet, als ob Ahura-ma?da selbst der Sprechende sei, wovon sichim ganzen Capitel sonst nirgends eine Spur findet.

1. Von der nördlichen Gegend, von den nördlichen Gegendenstürzte Agra-mainyus hervor, er, der voll Tod ist, der Daeva derDaevas 1 ).

1) A.päkhtara, oder wie auch geschrieben wird apakhdhara, ist dienördliche Gegend, von welcher die Daevas herbeikommen und wohin sie auchwieder entfliehen, wenn sie durch die Ceremonien der Mazdayajnas vertriebenwerden. Cf. Farg. VII. 4. VIII. 44.