NEUNZEHNTER EARGARD.
EINLEITUNG. 1 )
Auch dieses Capitel ist mit dem Hauptzwecke d.es Vendidad nurlose-"zusammenhängend, es schliesst sich weder' an .das vorher-gehende noch an das nachfolgende an und bildete einen in sich ab-geschlossenen eben so eigentluimlichen als wichtigen Theil unseresBuches. Der Anfang desselben berichtet über einen Versuch desAgra-mainyus, den Zarathustra — dessen Wichtigkeit er vollkom-men begreift — zu tödten. Seine Bemühung ist aber vergeblich,seine Abgesandten fliehen mit Schrecken vor demYathä. ahu.vairyo,dem heiligen Gebete, das Zarathustra recitirt, iind bekennen ihreMachtlosigkeit (§. 1—9). Zarathustra, der im Geiste sieht, welcheböse Gedanken Agra-mainvus gegen ihn hegt, beschliesst nun sei-nerseits, ihn anzugreifen mit den Waffen, die er von Ahura-mazdaerhalten hat (§. 10—19). Der böse Geist, der schon gesehen hat,dass er mit Gewalt Nichts ausrichten kann,, will zur List seine Zu-flucht nehmen und bietet dem Zarathustra irdische Güter, wenn erdem Ahura-mazda untreu werden und sich zu ihm halten wollte.Allein Zarathustra überwindet' auch diese Versuchung (§. 20 — 35).
1) Cod. Lond. nr. %:
I» bo
lXj Li li*
O lo_5b-
f ^