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1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
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Vierzehnter Fargard.

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63. Das Haus möge er mit einer schönen Matte belegen und inReinheit und Güte den reinen Männern übergeben, als Sühne fürseine Seele.

64. Ein Mädchen, das gesund ist und noch keinen Mann ge-kannt hat, übergebe er in Reinheit und Güte den reinen Männernals Sühne für seine Seele.

65. Schöpfer! Wie muss dieses Mädchen beschaffen sein?

66. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Man verheirathe eineSchwester oder eine Tochter, die einen guten Namen hat und miteinem Ohrgeschmeide versehen ist, nach ihrem fünfzehnten Jahrean reine Männer 1 ).

67. Er übergebe vierzehn Stück Kleinvieh den reinen Männernin Reinheit und Güte als Sühne für seine Seele.

68. Er ziehe vierzehn junge Hunde auf.

69. Er mache vierzehn Drücken über fliessendes Wasser 2 ).

70. Achtzehn Knochen, die nicht richtig sind und keine guteSpeise geben, mache er zu geniessbarer Speise.

71. Achtzehn Hündinnen reinige er von schlechten, unreinen,hässlichen (Thieren), von all den schlechten, welche an Hundenentstehen.

72. Achtzehn reine Männer sättige er mit Fleisch oder (ande-rer) Speise mit Hurä oder Wein 3 4 ).

73. Das ist seine Strafe, dies ist seine Sühne.

74. Welche der Reine sühnen muss, wenn er sie nicht sühnt,

75. So wird er in die Wohnung der Drujas (Duzakh) kommen 5 ).

1) Nämeni, mit Namen begabt, d.h. mit einem guten oder glückbringen-den Namen , in gaäshävare kann ich blos das neup. ^ sehen. Die

H.U. scheint allerdings dem Worte nämeni einen anderen Sinn unterzulegenund darin eine Bezeichnung von einer Kunstfertigkeit zu sehen.

2) Cf. zu Farg. XIII. 25.

3) Navaiti ist nach der II. U. hier nicht neunzig, sondern neun (eigent-lich Nennheit).

4) Hurä ist das sanskritische surä.

5) Cf. Farg. VIII. 308 ff.