ELFTER FARGARD.
EINLEITUNG. * 1 * )
Fortsetzung des bereits im vorigen Capitel behandelten Gegen-standes. Aufzählung der Gebete aus dem zweiten Theile des Yatjna,die sich als wirksam erweisen für die Reinigung der Wohnungen,des Feuers, des Wassers, der Erde, der Heerden, der Bäume, derreinen Menschen, der Sonne, des Mondes, der Gestirne und der an-fangslosen Lichter. Angehängt sind wieder, wie schon oben inFarg. X, mehrere Verwünschungsformeln.
Auch in diesem Capitel findet sich eine — meines Erachtensziemlich deutliche — Einschiebung. Sonne, Mond und Sterne, sowiedie anfangslosen Lichter können nicht ursprünglich als zu reinigendeGegenstände betrachtet worden sein. Hätte der Verfasser des Ven-didad eine Befleckung der Himmelskörper durch einen Todesfall an-genommen und deren Reinigung verlangt, so würde er, ebensogutwie bei den übrigen Gegenständen, die wirksamen Gebete vorge-schrieben haben. Dies ist aber nicht der Fall, die Frage bezüglichder Himmelskörper (§. 1) bleibt ohne alle specielle Beantwortungund ist demnach erst später — wiewol schon vor der Abfassung derHuzväreschiibersetzung — zugesetzt,. Ueberhaupt hat dieses Capitelauch in den Verwünschungsformeln durch spätere Interpolationengelitten, wie die Textausgabe zur Genüge darthut.
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1) Cod. Lond. nr. 2:
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