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1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
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Ve n d i d a d.

eigenen Leibe, hinweg vom verunreinigten Manne, der verunreinig-ten Frau, vom Herrn des Hauses, des Dorfes, der Burg, der Gegend,hinweg von aller reinen Schöpfung.

13. Schöpfer! Welches sind die Worte, die in den GälhäsThrishamrüta sind?

14. Darauf entgegnete Ahura-mazda : Dies sind die Worte, diein den Gäthäs Thrishämruta sind.

15. Diese Worte sprich drei Mal.

16. Ashem. vöhu (das bekannte Gebet) ye. (jevistö (p. 115) hukhshalhrölemai (p. 306) du]varenAis (p. 474) Nach denThrishamrüta sprich diese Worte, die siegreichen, heilsamen.

17. Ich bekämpfe den Indra, ich bekämpfe den Qauru, ich be-

kämpfe den DaevaNäoghaithi, hinweg von der Wohnung, dem Dorfe,der Burg, der Gegend. ,

18. Ich bekämpfe den Tauru, ich bekämpfe den Zairicha, hin-weg von der Wohnung, dem Dorfe, der Gegend 1 ).

19. Schöpfer! Welches sind die Worte, die unter den GälhäsChathrushämrüta sind.

20. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Dies sind die Worte, dieunter den Gäthäs Chathrushämruta sind.

21. Diese sprich vier Mal:

22. Yathä. ahü. vairyö. mazdä. at. möi. airvämäishyö. 2 ) Nach dem Chathrushämruta sprich diese Worte, diesiegreichen, heilsamen.

23. Ich bekämpfe den Daeva Aeshma 3 ) den sehr bösen, ich

1) Die in den vorliegenden Verwünschungen genannten Daevas sind diehöchsten unter denselben, mit Ausnahme des Agra-mainyus, der ihnen schonin der Formel in §. 11 vorausgegangen ist, nur einer, Ako-manä, fehlt, wasbefremden muss, da derselbe sonst im Vendidad genannt wird (Cf. Farg. XIX.11). Der Bundehesch (Cod. havn. fol. 90. rcto. 6. pen.) giebt ihre Schöpfungfolgendermassen an: Ahriman (schuf) aus der Materie der Finsterniss denAkuman und Ander, dann den ()auru und Nakait, dann den Tärij und Zärij.Es ist längst schon darauf aufmerksam gemacht worden, dass Indra, faurva(ein Beiname des fiva) und Näsatya (Beinamen der beiden Aijvinas) in denobigen Namen enthalten sind und dass es merkwürdig ist, dass dieselben beiden Persern in die Hölle verwiesen wurden, cf. oben Einl. p. 10 und Burnouf,Yapna, p. 527 ff. not.

2) Diese bekannten Gebete werden gewöhnlich blos mit den Anfangsbuch-staben citirt.

3) Aeshma ist der Khasm (j*^iks») der späteren Parsenmythologie. Vonihm ist öfter die Rede, cf. meine Parsigramm. p. 168.