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1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
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ZEHNTER FARGARD.

EINLEITUNG. 1 )

Der Inhalt dieses kurzen Capitels ist blos eine Ausführung einesschon in Farg. IX. 167IT. angedeuteteu Gegenstandes. Es enthältdie Angabe der Gebete, die zur Vertreibung der bösen Geister wirk-sam sind und die man deswegen bei der vorgesehriebenen Reini-gungsceremonie reeitiren soll. Die einen dieser Gebete müssen zweiMul, andre drei und vier Mal wiederholt werden.

So kurz und unbedeutend dieses Capitel auch erscheint, so ent-hält es doch meiner Ansicht nach bedeutsame Einzelnheilen, welchefiir die Geschichte des Vendidad und der religiösen Literatur derParsen überhaupt von Bedeutung sind. Der eigentliche Kern, diewirksamsten Gebete sind eben die, welche zwei, drei oder vier Malzu wiederholen sind. Sie sind in einem anderenDialecte geschriebenals der Vendidad und finden sich sämmtlich im zweiten Theile desYa(jna wieder, der dadurch eine besondere Bedeutsamkeit enthält,wie ich bereits gesagt habe (cf. oben p. 13 ff. Indische Studien I.313 ff.). Nach diesen Gebeten sollen, aber, wie der Vendidad vor-schreibt, noch allerlei Verwünschungsformeln gebetet werden, diesesind, wenn wir die Analogie anderer religiösen Literaturen berück-sichtigen, gewiss spät (cf. R. Roth, zur Literatur und Geschichte desVeda, p. 12) und vielleicht erst bei der späteren Redaction hier ein-geschoben worden.

1) Cod. Lond. nr. 2:

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