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V e n d i d a d.
148. Den Herrn einer Burg reinige man für ein grosses männ-liches Pferd.
149. Den Herrn eines Dorfes reinige man fiir einen grossenStier.
150. Den Herrn eines Hauses reinige man für eine gehende Kuh.
151. Die Frau eines Hauses reinige man für eine pflügendeKuh 1 ).
152. Den Dorfbewohner 2 ), wenn er ansehnlich ist, reinigeman für eine Kuh welche Lasten trägt.
153. Ein kleines Kind reinige man für ein kleines Stück Heer-devieh.
154. Wenn dieMazdava§nas es vermögen, so sollen sie diesemManne welcher reinigt dieses Vieh oder diese Zugthiere gehen.
155. Wenn die Mazdayacnas es nicht vermögen, ihm diesesVieh oder diese Zugthiere zu geben, so sollen sie diesem Manne an-dere Güter bringen.
156. Bis dass dieser Mann welcher reinigt von diesen Woh-nungen zufrieden und ohne Hass hinweggeht.
157. Wenn dieser Mann welcher reinigt von diesen Wohnun-gen unzufrieden und mit Hass hinweggeht.
158. So verunreinigt sie nachher, o heiliger Zarathustra, dieseDrukhs Na^us von der Nase, dem Auge, der Zunge aus, von denWangen, vom After aus.
159. Auf ihre (der Uebelthäter) Nägel springt diese Drukhs. Natjus.
160. Dann sind sie unrein für immerdar 3 ).
161. Denn ungern, o heiliger Zarathustra, bescheint die Sonneden Verunreinigten, ungern der Mond, ungern diese Sterne.
' 162. Denn es stellt der Reiniger zufrieden, der vom Verunrei-nigten die Nacus entfernt, o heiliger Zarathustra.
163. Er stellt zufrieden das Feuer, er stellt zufrieden das Was-ser, er stellt zufrieden die Erde, er stellt zufrieden das Vieh, er
1) Es ist nicht klar, welchen Unterschied der Vendidad hier zwischenazyao und fravaityäo macht. Ersteres kommt von W. az = skr. aj, letz-teres von fru = skr. pru.
2) Vaefö, das auch in Farg. XIII mehrere Male vorkommt, kann blosvon vif, vicus, abgeleitet werden. Dagegen ist aetareus zweifelhaft, es ist woldasselbe Wort das wir in aethra paiti, iAj wiederfinden.
3) Cf. die Bemerkungen zu Farg. III. 47.