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Venditiad.
161. Mit Speisen sollen nachher diese Mazdayatjnas sie hin-bringen, mit Kleidern sollen nachher diese Mazdaya^nas sie hin-bringen.
162. Schöpfer! Welche Speise soll diese Frau zuerst essen?
163. Darauf entgegnete Ahura-mazda : Asche mit Kuhurin ver-mischt.
164. Drei Tropfen, sechs Tropfen oder neun.
165. Sie besprengt (damit) die Dakhmas, die innerhalb derfruchtbaren Gebärerinnen sind.
166. Dann trinke sie heisse Milch von Pferden, Kühen, Schafenoder Ziegen.
167. Grosse und kleine Früchte.
168. Sie geniesse gekochtes Fleisch ohne Wasser, reines Ge-treide ohne Wasser, Wein ohne Wasser.
169. Schöpfer! Wie lange sollen sie warten, wie lange mussman warten, bis sie Fleisch, Getreide und Wein geniessen?
170. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Drei Nächte sollen siewarten, drei Nächte muss man warten, bis sie Fleisch, Getreide undWein geniessen dürfen.
171. Nach drei Nächten wasche sie den nackten Körper mitdem Urin einer Kuh und mit Wasser an neun Löchern, dann istsie rein.
172. Schöpfer! Wenn sie aber ein Fieber befällt, während ihrKörper unrein ist *).
173. Wenn sie zwei böse Krankheiten befallen: Hunger undDurst 1 2 )?
174. Soll diese Frau Wasser trinken?
175. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Sie soll trinken.
176. Denn das ist ihr der grösste Nutzen, wenn sie ihre Le-benskraft reinigt.
177. Ausgenommen irgend eines der Gebete unter den Gebetenwelche von einem reinen Frommen gewusst werden 3 ).
178. Wenn sie dann aber mit den Händen das Wasser trinkt.
179. Dann bringt sie euch, die ihr Mazdayatjnas seid, Strafe.
1) zöisbnuye von zoisbnu-. Cf. zoizdistn.
2) shudho = khsudba, tarshno = trishnä.
3) Die Unächtheit von §. 177 und 180, trotzdem dass sie von den Hand-schriften und der Uebersetzung geschützt werden, ist ganz augenscheinlich.