134 * Vendidad.
send tödten, 'zum Tödten von Zehntausend für die welche Unzähligetödten *).
138. Darauf entgegnete Ahura-mazda: In diesen Dakhmaswelche auf dieser Erde aufgeworfen sind, wo man todte Männer dar-auf legt, o heiliger Zarathustra 1 2 ).
139. Dort sind dieDaevas, dort die Daevaverehrer, dort ist dasZusammenlaufen der Daevas, dort die Zusammenkunft der Daevas,dort kommen die Daevas zusammen zum Tödten von Fünfzig für dieHunderttödter, zum Tödten von Hundert für die welche Tausendetödten, zum Tödten von Tausenden für die welche Zehntausend töd-ten, zum Tödten vonZehntausenden für die welche Unzählige tödten.
140. Aehnlich, o heiliger Zarathustra, sammeln sich dieDaevasan diesen Dakhmas und begatten sich.
141. Wie ihr, die ihr Menschen seid, auf dieser mit Körper be-gabten Welt gekochte Speise zubereilet und gekochtes Fleisch esset 3 ).
142. Darum merket auf ihr Menschen und bedenket was ihresset 4 ).
143. Denn das ist die Freude der Daevas.
144. Alles, woran Gestank klebt.
145. Denn in diesen Dakhmas ist zusammen Auflösung, Krank-heit, Fieberhitze, Unreinigkeit, kaltes Fieber, Zittern und altesHaar 5 ).
1) Dies ist (1er einzige Sinn, den ich in diese schwierigen Worte zu legenweiss. Der Sinn scheint mir der folgende zu sein. Jeder der Daevas suchtWesen der guten Schöpfung zu vertilgen, je nach seinen Kräften. Zwar er-reichen diese Daevas ihre Zwecke hei weitem nicht, sie tödten weit wenigerals sie wollen, aber immer ist der Schaden den sie anrichten gross genug.
2) Die Ansicht, dass die bösen Geister auf den Todtenäckern hausen, isteine weit verbreitete. Man vergleiche die Ghulen in der Tausend und einenNacht und die Däkinis in den indischen Mährchen des Somadeva.
3) Dieser so wie die nachfolgenden schwierigen Paragraphen scheinen mireingeschoben zu sein. Die Uebersetznng dieses Paragraphen schliesst sich andie Tradition, huyares ist allem Anscheine nach die 3. pers. pl. des Potentialim Atmanepadain von der Wurzel hu.
4) Auch hier habe ich mich an die Tradition gehalten. Die Hauptschwie-rigkeit bildet die Frage: oh es erlaubt sei die Verbalformen auf die Art zuübersetzen wie oben geschehen ist. Ich glaube allerdings die Analogie andererStellen für diese Uebersetzung zu haben.
5) Die Bedeutung der in diesem Paragraphen übersetzten Nomina gehttheils aus der Etymologie und der Vergleichung anderer Stellen, theils aus der