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1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
Seite
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Siebenter Fargard.

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69. Sie sind am Hilfreichsten für den Winter, den die Daevasgeschallen haben, der die Heerden tödtet, voller Schnee ist, den her-beischleichenden, verwundenden, üblen, Schlechtes wissenden, sie,die sich mit Leichnamen verunreinigt haben 1 ).

70. Auf ihre Nägel springt die Drukhs Na^us.

71. Dann sind sie unrein für immerdar.

72. Schöpfer! Wann ist dieses Holz rein, o reiner Abura-mazda, welches zum Leichname eines todten Hundes oder Menschenhingebracht wurde?

73. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Es ist rein, o reiner Za-rathustra .

74. Auf diese Art:

75. Wenn dieser Leichnam noch nicht benagt ist von fleisch-fressenden Hunden oder Vögeln.

76. So sollen sie (von diesem Holze) von der Länge eines Vi-tasti, wenn es trocken ist, von der Länge eines Frärathni, wenn esfeucht ist 2 )

77. auf dieser Erde niederlegen nach allen vier Richtungen, siesollen es ein Mal mit Wasser bespülen, dann ist es rein.

78. Wenn dieser Leichnam schon benagt ist von fleischfres-senden Hunden und Vögeln.

79. So sollen sie von der Länge eines Frärathni von trockenem,von der Länge eines Fräbäzu von feuchtem,

80. auf dieser Erde niederlegen, nach allen vier Richtungen,sie sollen es ein Mal mit Wasser bespülen, dann ist es rein.

1) Es ist mir nicht möglich gewesen, weitere Nachrichten über den fabel-haften Hund in §. 67 zu erhalten, dessen Name nur noch einmal in der mir un-verständlichen Stelle Farg. I. 58 vorkommt, aber als Masculinum. Die übrigenParagraphen enthalten gleichfalls zum Theil unverständliche mythologischeAnspielungen, sie sind nach der Tradition übersetzt worden, ebenso die schwie-rigen Worte: naju. kereta. drvaüto.

2) ,,Le viteschte est egal ä douze doigts. Fra rathne .... II paroit qtiecest le double du viteschte. Anquelil. Es kann auch von fräbäzu und demsonst vorkommenden vihäzu nicht genau gesagt werden, mit welchem Maasseer übereinstimmt. Obige Angabe Anquetils wird übrigens auch durch dasSanskrit und Pali bestätigt. Vitasti (im Pali vidatthi) ist eine grosse Spanne (alang span measured by the extended thumb and little finger, consideredequal to twelve fingers. Wilson). Fräräthni kommt zwar im Sanskrit nicht vor,wol aber aratni und im Pali ratana als das doppelte von vidatthi. Man vergl.das Pälilexikon Abhidhäna-ppadipikä II. 1.2-3. ed. Clough.

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