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V e n di d a d.
158. Schöpfer! Wie lange sollen sie (die Gebärerinnen) warten,wie lange ist zu warten nach (len drei Nachten, bis sie sich vereini-gen dem Orte nach, der Speise nach, der Kleidung nach mit den an-deren Mazdayapnas ?
159. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Neun Nächte sollen siewarten, neun Nächte ist zu warten nach den drei Nächten bis siesich vereinen dem Orte, der Speise, der Kleidung nach mit den übri-gen Mazdayatjnas.
160. Nach neun Nächten mögen sie den Körper waschen, dennackten, mit Kuhurin und Wasser, dann sind sic rein.
161. Schöpfer! Wann sind diese Kleider nach der Reinigungund Waschung wieder vereinigt 1 )?
162. Für den Zaötä, für den Hävanan, für den Atarevakhsa,für den Fraberetä, für den Aberet, für den Atjnäta, für den Raöth-wiskara, für den Qraöshävareza 2 ), für den Priester, für den Krieger,für den Ackerbauer?
163. Darauf entgegnete Ahura-mazda : Nicht sind diese Kleiderwieder vereinigt nach der Reinigung und Waschung.
164. Für den Zaötä, für den Havnnan, für den Atarevakhsa,für den Frabereta, für den Aberet, für den Ac.nätä, für den Raclh-wiskara, für den Craöshävareza, für den Priester, für den Krieger,für den Ackerbauer.
165. Wenn in dieser inazdayacjuischen Wohnung eine Fraumit der Menstruation behaftet ist.
166. Oder, wenn ihr ein Bruch geschlagen ist 3 ) oder das Hausdurch eine Wunde befleckt ist.
1) (1. h. wann darf man sie gebrauchen,
2) Die Wörter in §. 162 bezeichnen den parsischen Priester nach seinenFunctionen, ihre Bedeutung ist grösstentheils aus der Etymologie ersichtlichund ist zum Theil auch schon von Anquetil richtig angegeben worden: Zaotäcclui qui tient le Zour, Hävanan celui qui porte l'Havan, Atarevakhsacelui qui prepave le feu, Fra heretä. celui qui porte tout qui est necessaire,Aberet celui qui porte Veau(?); Afnäta muss derjenige sein, welcherdie Waschungen vornimmt, Ka.e t h wi ska ra derjenige, der die Unreinigkeitzu sühnen hat, f r a 8 s h ä v a r e z a hat wol die Strafen zu bestimmen, cf.oben zu §. 75.
3) £kenda hängt gewiss mit zusammen, so fasst es auch
die Tradition. Im Farg. XIV. 63 erscheint das Wort wieder, gleichfalls vonMädchen gebraucht. Man könnte auch an das sanskritische skand denken.