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V e n d i d a d.
125. Wie sollen sich diese Mazdayatjnas verhalten?
126. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Sie sollen aus diesenWohnungen heraus bringen, o heiliger Zarathustra, das Feuer, dasBerecma, die Schaale, den Haöraa und den Mörser.
127. Heraus sollen sie den Todten tragen.
128. Gleichwie ein Mann nach dem Gesetze zur Leichenstättegebracht und dort verzehrt wird.
129. Schöpfer! Wie sollen die Mazdayacjnas das Feuer wiederhinbringen zu der Wohnung, wo dieser Mann gestorben ist?
130. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Neun Nächte sollen dieseMazdaya^nas warten im Winter, einen Monat lang im Sommer.
131. Hernach mögen diese Mazdayagnas das Feuer hinzubrin-gen zu der Wohnung, wo dieser Mann gestorben ist.
132. Schöpfer! Wenn diese Mazdayatjnas das Feuer hinbringenzu der Wohnung wo dieser Mann gestorben ist.
133. Innerhalb neun Nächten, innerhalb eines Monates.
134. Was ist dafür die Strafe?
135. Darauf entgegnete Ahura-Mazda: Für seinen sündigenKörper schlage man zweihundert Schläge mit dem Pferdestachel,zweihundert mit dem Qraöshö-charana.
136. Schöpfer! Wenn in dieser mazdaya^nischen Wohnungeine Frau schwanger wird.
137. Einen Monat, zweiMonate, drei, vier, fünf, sechs, sieben,acht, neun oder zehn Monate.
138. Es kommt dann die Frau nieder, ohne Kind, mit etwasEntseeltem.
139. Wie sollen sich diese Mazdaya§nas verhalten?
140. Darauf entgegnete Ahura-mazda: (Sie sollen sie bringen)An den Platz welcher in dieser mazdayatjnischen Wohnung am rein-sten ist 1 ).
141. Welcher am trockensten ist.
142. Wo am wenigsten auf diesen Wegen einhergehen dasVieh und die Zugthiere.
143. Und das Feuer des Ahura-mazda, des Berecma, das inHeiligkeit zusammengebunden ist und der reine Manu,
1) Cf. Farg. III. 50 ff. Man bemerke, dass nach den hier vorgeschriebenenVerhaltungsmassregeln eine Frau, die ein todtesRind geboren hat, in eben demGrade für unrein gilt, als ein Mensch, der einen Todten zum Leichenplatzebrachte.