Fünfter Fargard.
107
47. Wenn diese Mazdayatjnas jenen Körper der Sonne nichtaussetzen.
48. So schreibe du ein Jahr lang dieselbe Strafe vor, wie siefiir den Mord eines reinen Mannes vorgeschrieben ist.
49. Bis dass die Leichname gereinigt, die Dakhmas gereinigt,die Unreinigkeit hinweggeführt ist und die Vögel (den Leichnam) ge-fressen haben.
50. Schöpfer! FührstDu, der Du Ahura-mazda bist, das Wasserhinweg.
51. Aus dem See Vöuru-kasha mit Wind und Wolken.
52. Bringst Du es hin zu dem Leichname, Du der Du Ahura-mazda bist, bringst Du es zu dem Dakhma, Du der Du Ahura-mazdabist, bringst Du es zu der Unreinigkeit, Du der Du Ahura-mazdabist, giessest Du es über die Knochen, Du der Du Ahura-mazda bist,bringst Du es verborgen hinweg, Du der Du Ahura-mazda bist 1 )?
53. Bringst Du diese Dinge hin zum See Püitika.
54. Darauf entgegnete Ahura-mazda: So ist es, o Zarathustra,wie du, der du rein bist, sagst.
55. Das Wasser führe ich hinweg, ich der ich Ahura-mazdabin, aus dem See Vöuru-kasha mit Wind und Wolken.
56. Ich bringe es hin zum Leichname, ich der ich Ahura-mazdabin, ich bringe es hin zum Dakhma, ich der ich Ahura-mazda bin,ich bringe es hin zur Unreinigkeit, ich der ich Ahura-mazda bin, ichgiesse es über die Knochen, ich der ich Ahura-mazda bin, ich bringees verborgen hinweg, ich der ich Ahura-mazda bin.
57. Ich führe diese Dinge hin zum See Püitika, sie sind kochendin der Mitte des Sees.
58. Gereinigt fliessen die Gewässer aus dem See Püitika zudem See Vöuru-kasha.
59. Hin zu dem Baume Hväpa.
60. Dort wachsen meine Bäume, alle, von allen Gattungen.
61. Diese lasse ich dort herabregnen, ich der ich Ahura-mazda bin.
62. Als Speise für den reinen Mann, als Weide für die wohl-geschaffene Kuh.
1) aghaithim fasse ich nicht mehr wie früher adjectivisch nnd ergänzenajum wie die Huzväresch-Uebersetzung will, sondern adverbial. Frafravayamigeht auf die sanskritische Wurzel pru zurück. Ueber die spätere Vorstellungcf. Bundehesch cap. XIII. (Cod. Havn. XX. fol. 100. rcto lin. 12ff.)