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1 (1852) Der Vendidad
Entstehung
Seite
106
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29. Dort kommt er durch Zufall *) hernach hinauf oder hinunter.

30. Schöpfer! Schlägt das Feuer einen Menschen?

31. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Das Feuer schlägt keinenMenschen.

32. A§ - vidhotus bindet ihn, die Vögel führen den Gebunde-nen fort.

33. Das Feuer brennt ihm zusammen die Knochen und die Le-benskraft.

34. Dort kommt er hierauf durch Zufall hinauf und hinunter.

35. Schöpfer! Wenn der Sommer vorüber ist, dann im Winter 1 2 ).

36. Wie sollen die Mazdaya^nas handeln?

37. Darauf entgegnete Ahura-mazda: In jedem Hause, in jedemDorfe sollen sie drei Katas aufrichten für den der gestorben ist.

38. Schöpfer! Wie sollen diese Katas für den Gestorbenen be-schaffen sein?

39. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Sie sollen nicht an denhoch liegenden Kopf anstossen.

40. Sie sollen nicht über Hände und Füsse hinausreichen.

4L. Denn dieses ist der gesetzmässige Kata für einen todtenKörper.

42. Da sollen sie den entseelten Körper hinlegen, zwei Nächtehindurch, drei Nächte hindurch, oder einen Monat lang.

43. Bis dass die Vögel auffliegen, die Bäume emporwachsen,

44. die Verderblichen hinwegeilen und der Wind die Erdetrocknet 3 ).

45. Hernach, wenn die Vögel auffiliegen, die Bäume empor-wachsen , die Verderblichen hinwegeilen und der Wind die Erdetrocknet.

46. Dann sollen diese Mazdaya^nas jenen Körper der Sonneaussetzen.

1) bakhta in der Huzvaresch-Uebersetzung l-itea pB i. e. äJ durch

das Geschick.

2) hama, Sommer, wovon hanmina, was sich auf den Sommer bezieht,scheint im Avesta nicht declinirt zu werden, aiwi. gäina mit ptiiöxn i. e.Q LUvOj übersetzt, ist das pärsische 6gäm, np.

3) Nyaoncho, was ichdie Verderblichen übersetzt habe, heisst eigent-lichabwärts, es wird immer mit Bezug auf die Daevas gebraucht. DieWurzel hieb, wovon hisku und highnvi heisst austrocknen. Cf. sanskr. sikatäund lat. siccus.