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Vendidad.
Aufforderung aber: die Welt weit und glücklich zu machen habe erentsprochen. Menschen und Vieh nehmen in dem Grade zu, dassdas Land mehrere male zu wenig Raum hatte um alle zu fassen undvermittelst wunderbarer Geräthschaften erweitert werden musste.Die heiligen Menschen bildeten eine Gemeinschaft, welche mitAhura-mazda und den ihn umgebenden Yazatas in steter Beziehung stand(§. 1-45).
Allein dieses Glück sollte nicht von steter Dauer sein. Ahura-mazda benachrichtigt den Yima, dass auf die Welt der Winter mitseinen Uebeln treffen werde und räth ihm, einen engeren Raum ab-zugränzen, dorthin das Beste zu bringen was die Natur biete, dortsolle dann das vollkommene Leben fortgeführt werden, keine ahri-manischen Plagen sollen den Ort verunreinigen. Yima gehorcht demBefehle Ahura-mazdas und macht den Garten ganz in der Art wie esAhura - mazda vorgeschrieben hat (§. 46—129). '— Einige kleinereErörterungen über die Lichter die dort leuchten, über den Gesetz-geber , der die dort lebenden Menschen belehrt habe, beschlossendas Capitel (§. 129—143).
1. Es fragte Zarathustra den Ahura-mazda: Ahura-mazda, Himm-lischer, Heiligster, Schöpfer der mit Körper begabten Welten, Reiner!
2. Mit wem als dem ersten der Menschen hast du dich unterhal-ten, Du der du Ahura-mazda bist?
3. Ausser mir dem Zarathustra; wem hast du gelehrt das Ge-setz, das von Ahura herrührt, das zarathustrische?
4. Darauf entgegnete Ahura-mazda: Mit Yima dem schönen,mit guter Versammlung versehenen, o reiner Zarathustra.
5. Mit ihm als dem ersten von den Menschen habe ich michunterhalten, der ich Ahura-mazda bin.
6. Ausser dir, dem Zarathustra; ihm habe ich gelehrt das Ge-setz, das von Ahura herrührende, das zarathustrische.
7. Dann sprach ich zu ihm, o Zarathustra, der ich Ahura-mazda bin.
8. Gehorche mir, o Yima, Schöner, Sohn des Vivaghäo, alsErinnerer und Träger für das Gesetz.
9. Darauf entgegnete mir Yima, der schöne, o Zarathustra.
10. Nicht bin ich der Schöpfer, nicht der Lehrer, nicht der Be-
denker, nicht der Träger für das Gesetz.