willkührliches und gerade der Nüchternbeil und Consequenz deralten parsisehen Lehren ziemlich entgegengesetzt. Doch beschränktsich dies System natürlich nur auf die Erklärung des allgemeinenSinnes, auf die Erklärung im Einzelnen kann es sich natürlich nichteinlassen.
Es bleibt uns nun blos noch übrig, im Kurzen anzugeben, wel-ches die Geschichte des Bekanntwerdens des Avesta und der Erfor-schung desselben in Europa ist. Die Bekanntschaft der Griechenund Römer mit den Persern, ihr Vorkommen in der altclassischenLiteratur hat zur Folge gehabt, dass man bald, nachdem man inEuropa anfing den Orient zu studiren, seine Aufmerksamkeit aufPersien wandte. Der erste nennenswerthe Versuch auf diesem Ge-biete ist das Buch von Thomas H y d e gewesen: historia religionisvetcrum Persarum eorumque Magorum, dessen erste Auflage imJahre 1700 zu Oxford erschien ; dieses Werk kann natürlich demjetzigen Standpunkte der Wissenschaft nicht mehr genügen, es istaber in demselben ein Aufwand von Belesenheit in orientalischenSchriften, der noch heut zu Tage Achtung verdient, in der Zeitaber, als das Buch gedruckt wurde, ganz unerreicht dasland. Hydekannte die rechten Quellen nicht; wenn er sie auch gekannt hätte,würde es ihm in jener Zeit nicht möglich gewesen sein sie zu ver-stehen. Er suchte die Grundzüge der persischen Religion nach denneupersischen, meist muhammedanischen Schriftstellern zu zeichnen,nur einige neuere Parsenwerke, wie der Sadder, standen ihm zuGebote. Dass es ihm mit solchen Hülfsmitteln nicht gelingen konnte,ein richtiges Bild der altpersischen Religion zu geben, kann unsjetzt nicht mehr wundern, wir wissen aber auch eben so gewiss,dass Hyde damals nichts anderes thun konnte als was er gethan hat.Sein Werk hatte neben den immerhin bedeutenden Aufklärungen,die es bei allen Schwächen darbot, auch noch den Vortheil, dass esanregend auf Andere wirkte. Bei dem zunehmenden Verkehre mitIndien wurden seit Anfänge des vorigen Jahrhunderts mehrere Hand-schriften des Avesta aus Bombay nach England gebracht, Hyde selbstbesass deren mehrere, Frazer brachte einige nach Oxford, wo siesich gegenwärtig auf der Radcliffe library befinden; ein Codex des
whieh he agreed. „Bat this, he said, must not be taken in a literal sense;this is only meant to impress the neeessity of ablution, and bodily cleanli-ness , and in this sense it is understood by us, and so explained to the peop/e.