Drittes Capitel.
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angegeben werden. Einstimmig ist die Annahme, dass der Begründerdes persischen Glaubens Zarathustra, oder, wie er später heisst,Zartuscht sei, dieser habe dem Könige Vistätjpa sein Gesetzverkündigt, der es angenommen habe. Von diesem sei es dem Jä-mägp, Frasaötjtra und Isfendiar zugekommen, die es derWelt verkündigt hätten, es sei dann im Geschleehte des Aderbät,Mahresfand fortgepflanzt worden, letzterer habe es gereiuigt undgelehrt 1 ). Etwas genauer noch für die spätere Zeit ist das kleineBuch über die Flucht der Parsen nach Indien. Die Stelle lautet nachEastwicks Uebersetzung 2 ): ,,In den Tagen, als Gustatjp regierte,„offenbarte der heilige Zartuscht den Glauben; im Avesta prophe-zeite er, was geschehen würde. Er sagte: Ein tyrannischer König„wird unter euch aufstehen, dreimal wird der rechte Glaube ge-brochen werden, dreimal wird er zertreten und umgeworfen wer-ben. Der Name des Königs ist Sitamgär 3 ), durch ihn sollen die„Gläubigen zur Verzweiflung gebracht werden. Seid aufmerksam,„ich spreche, was den Glauben angeht! Auf diese Weise wurden„die Gläubigen heruntergebracht: Sikander erschien in späteren„Tagen, er verbrannte die geoffenbarten Bücher. Dreihundert Jahre„lang war die Religion erniedrigt, so lange waren die Gläubigen„unterdrückt. Dann fand der Glaube viele Jahre lang Schulz; als„König Ardeschir die Regierung übernahm, wurde der wahre Glaube„wieder hergestellt, zu seiner Vortrefflichkeit bekannte sich die ganze„Welt. Der Führer, den Gott sandte, war Ardä Viraf, vom Himmel„gesandt und mit aller Vortrefflichkeit begabt.... Wiederum wurde„der gute Glaube unterbrochen, von allen Seiten erhoben sich„schlechte Berichte über denselben. Nach einiger Zeit erhob sich„der König Schähpur 4 ), er machte den Glauben wieder berühmt,
1) Cf. Cod. Havn. nr. XII. fol. 278, vso: ba. ann. din. eptam. ki. hor-mezda. qadhäi. u. ainesappeudaun. 6i. yapta. frohar. zarathustra. ppintamann,chasta. u. zarathustra. oi. vistäfpa. sah. u. vistappa. oi. frasaoslra. u. jämäppa.u. appendyär. chasta. u. esann. oi. vehaiin. i. gethyann. chasta. pa. padvaut.asai. aräptar. adarbal. mahreppaildann. ämat. padas. ba. cakht. u. b&khlas.Man vergl. auch meine Pärsigrammatik p. 159. 176.
2) h c. p. 172.
3) D. i. Tyrann, eine Anspielung auf Sikander, den persischen NamenAlexanders.
4) Nach Anquetil (bei Kieuker Anh. zum ZAv. I. p. 18) ist Schähpur I.gemeint, dies geht auch deutlich aus dem Arda-viraf-name hervor, p.99: /tjter