Zweites C a p i t e 1.
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dass ihr Blut Mühlen treiben wird. Dann wird aber ein König,Bahräm Hamävand, aufstehen und die Menschen beherrschen undihnen wieder etwas helfen 1 ). Doch dieNoth wird wieder gross wer-den , die Bösen werden über die Guten die Oberhand bekommen undan ihnen ihren Spott haben. Wölfe und andere reissende Thierewerden grossen Schaden thun. Durch das viele Blutvergiessen, dadas Blut wie gesagt, Mühlen treiben wird, ist der Thau, der vomHimmel fallt, roth gefärbt. Jünglinge werden vielfach sterben, Krank-heiten und Seuchen alle lebenden Wesen bedrücken. Alles, was dieErde hervorbringt, wird mit Unreinigkeit gemischt sein. 'Wenn dieSache zum Aeussersten gekommen ist, dann wird Ahura-mazdaBefehl geben und Paschutan wird von Kankdiz herbeikommen, inZeit eines Jahres wird ihm Oschedar-bami nachfolgen 2 ). Nach demUlemä-i-Isläm wird er einen Nosk des Avesta mehr mittheilen alsZarathustra gebracht hat, das Jamä^p-näme lässt ihn blos den Glau-ben wieder verbreiten. Einige sagen, man werde ein Wunder vonihm verlangen, er wird dann die Sonne zehn Tage lang in der Mittedes Himmels stehen lassen. Oschedar-bämi wird hundert und fünfzigJahre lang bleiben, sein Hazäre wird 500 Jahre dauern. Wenndieses Hazäre zu Ende geht, dann wird ein Winter, Malkosch,eintreten, es wird drei Jahre Winter bleiben. In diesem Winterwerden alle Geschöpfe umkommen, dann wird man die Thüren desVar des Jemschid öffnen, die Bewohner dieses Vars werden heraus-kommen und die Welt wieder bevölkern 3 ). Dann wird das Hazäre
1) Die Darstellung des Jämäfp-näme ist liier offenbar zu weit. Nach demUlemai Islam ist Bahräm Hamävand der Vorläufer des Oschedar-bämi. DasJäinäpp-näme lässt auch deu Paschutan noch erscheinen.
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3) Ich habe schon anderwärts gesagt, dass Malkosch = vpbn ist undnoch im Minokhired einen Regen, nicht einen Winter bedeutet. Cf. meinePärsigrammatik pp. 136. 167. — An letzterem Orte ist auch die Stelle desJamä^p-ndme über Malkosch angeführt. Das Jämäfp-näme fährt dann fort:
I. 3
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