Zweites C a p i tel.
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ersieht, durch den Hass und Fanatismus der orthodoxen Parsenprie-ster gestürzt, mit Hülfe von Königen, die ihnen zugelhan waren.Wenn man daraus auch mit Recht schliessen kann, dass dieser Parteidie fremden Lehren, welche von verschiedenen Punkten aus nachPersien 'gebracht wurden, nichts weniger als angenehm waren, sogab es doch solche Lehren, die so allgemein geglaubt und verbreitetwaren , dass auch sie sich der Annahme derselben nicht entziehenkonnten. Offenbar gab es damals mehrere Doctrinen, wie die Lehrevon der ewigen Weisheit, von den letzten Dingen etc., die alle Ge-müther beschäftigten, aber gewissermassen offene Fragen waren,die jede Religion nach ihrer Weise zu lösen suchte und in ihr Systemeinpasste, so gut sie konnte. Eine solche Lehre ist die von der fewigen Weisheit, der 2ocpicc der Alexandriner. Die älterenWerke kennen, einige vage Anrufungen abgerechnet, welche rechtgut erst später gemacht worden sein können, diese Lehre nicht; wolaber die späteren. Ich kann die hierauf bezüglichen Stellen um soeher übergehen, als ich an einem anderen Orte 1 ) Alles gesammelthabe, was mir über diese Lehre bei den Parsen vorgekommen ist.
Die parsische Recension des zLvaßaxr/.bv c Haalov haben wir aberschon erwähnt. — Eine andere Lehre, welche mit den christlicheneinige Aehnlichkeit hat, in der Ausführung aber davon verschiedenist, ist die Idee des Mittlers. Schon Plutarch erwähnt diese Lehre,nach ihm sollMilhra der Mittler sein 2 ). DieParsen dachten sich abermehrere Mittler, so heisst es im Minokhired 3 ), dass so wol Mihir(Mithra) als auch Serosch und Räschne-räst das Amt eines Mittlersübernehmen hei dem Gerichte, welches die Seelen nach dem Todezu bestehen haben, sie sehen darauf, dass ihnen ihr Recht gescheheund ihnen auch nur um ein Haar zu viel oder zu wenig gegebenwerde. Der kleine Parsentractat Ulemä-i-Isläm enthält in der ox-forder Handschrift ( Cod. Ousely, nr. 540. fol. 28 vso.) eine Stelleüber die Mittler, wo auch auf die Lehre vom Mittler bei den Christenund Moslemen Rücksicht genommen wird. Die Stelle ist aber in derGestalt, wie sie mir vorliegt, sehr dunkel.
1) Cf. meine Pärsigrammatik, pp. 128 ff. 161 ff. 182 ff.
2) Plut. de Is. et Os. c. 46. xcil TiQoacmtff uCvtTo (ZtoQotxüTQig) tov tit-v{‘SlqojXK^riv) {orxAvui. (ptorl fiahara Thiv uIöS-tjtcüv, tov ff’ (Ageipidviov) efi-nethv a-y.oTm y.aX ayvola, fitoov ff’ «f.upolv tov MtO-Qrjv etveu. ff/o xal MCO-Qrjvnfyoat, rov MeaiTrjV ovo[j.ä£ovai.
3) p. 60. Cf. Arda-Viraf name tränst, by Pope, p. 15.
V.