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Arbeit haben wir es dahin gebracht, das Uebernatürliche alsdas organische Entwickelungsprodukt der animistischen Betrachtungzu erklären, in der sich dem Naturmenschen die äußere Weltabspiegelt. Für unseren Gelehrten aber ist die Anknüpfungdieses ganzen Vorganges an die ursprüngliche Thätigkeit unseressprachschöpferischen Instinktes von besonderem Interesse; seinzusammenfassendes Resumö lautet daher so: „Das einzig neueLicht, welches auf diese theogonischen Prozesse gefallen ist, ist, daßwir nun einsehen, daß das, was wir bisher als bloße That>fachen betrachtet haben, in der That die nolhwendigen Ergeb-nisse unserer geistigen Anlage sind. Wir wissen nun, daß, wiedas Feuer und der Sturmwind, auch der Himmel und die Sonnenur durch Ausdrücke benannt werden konnten, die eine Bewegungbezeichnelen. Ob wir dies eine Nothwendigkeit der Sprache oderdes Denkens nennen, jedenfalls ist es eine Nothwendigkeit, derwir nicht entrinnen können. Sobald diese himmlischen Er-scheinungen zu Gegenständen der frühesten Beobachtung wurden,wurden sie nach ihren mannigfaltigen Aeußerungen beschrieben,besonders nach denjenigen, welche das Leben und die Thatender Menschen beeinflußten. Später indessen wurden diese ver-schiedenen Aeußerungen als ewige aufgefaßt, und der Trägerderselben, indem er mehr und mehr seiner äußerlichen Zügeentkleidet wurde, galt als etwas Selbständiges, jenseits der be-schränkten menschlichen Erkenntniß, und schließlich als etwasUebernatürliches und Unendliches. Dies führte ganz natur-gemäß zu den zwei Phasen des Henotheismus und Polytheismusund durch eine noch stärkere Abstraktion zum Monotheismus,d. h. zur Erkenntniß eines Urhebers, eines Vaters und Gottes."(Physikalische Religion, S. 327.)
Es würde überflüssig sein, an dieser Stelle auf den weit-reichenden Werth solcher vergleichenden religionswissenschaftlichen
Untersuchungen weitläufig einzugehen; nur zwei kurze Bemerkungen(si°>