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Steppenvölker eine nicht zu unterschätzende kulturelle Bedeutunggewonnen hat, mag uns auch der ganze Gottesdienst sehr rohund äußerlich Vorkommen, ist zu bekannt, um hier weiter be-sprochen zu werden. Persien hat uns sodann mit dem Zendavestabeschenkt, der Lehre des Zoroaster, die abgesehen von dem ver-sprengten Häuflein der Bekenner bei Baku und der kleinenGemeinde in Bombay schon zu den litterarischen Schätzen einervergangenen Zeit gehört. Im Uebrigen hängen die ältestenGesänge, die Gothas, auf das engste mit unserer arischen Vorzeitzusammen, so daß diese und z. B. die Hymnen des RigvedaProdukte desselben intellektuellen Bodens sind, wie Max Müllersich ansdrückt. Aus China besitzen wir die nüchternen Moral-lehren des weisen Gesetzgebers Koufucius und die tiefsinnigen,spekulativ und mystisch durchtränkten Anschauungen des Lao-tseim Tao-teh-king (Wo bedeutet Urvernunft), zweier Zeitgenossen,die zwischen 600 und 500 vor Chr. lebten. Es erübrigt dannnoch Palästina als Geburtsland des Judenthums, Christenthumsund eigentlich auch des Islams, obschon rein geographisch natür-lich seine Entstehung in Arabien zu suchen ist, so daß sich imganzen acht Religionen ergeben: 1. die vedische, sowohl diealtvedische, wie die jüngere, 2. der Buddhismus (der nördliche,der südliche und der Gainismus), 3. die Zoroasterlehre desAvesta, 4. die Lehre des Koufucius, 5. der Taoismus, 6. dasJudenthum, 7. das Christenthum, 8. der Islam.
Wenn wir somit den Bestand der großen Weltreligionenüberblicken, die mehr oder minder epochemachend in die Geschickeder Völker eingegriffen haben, so ist andererseits nicht die heikleFrage nach dem Stifter dieser Religionsideen zu umgehen;schwerlich wird ein nüchterner Kopf noch heutigestags dasDogma einer übernatürlichen Inspiration oder Offenbarungvertreten wollen, allein es handelt sich im weiteren Sinne darum,überhaupt das Verhältniß jener angeblichen Schöpfer zu ihren
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