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Max Müller und die vergleichende Religionswissenschaft
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vor Chr. lebte; und ebenso verhielt es sich mit seinem Zeit-genossen Mahävira, dem Sohne des Siddhartha von Kundagräma,dem Stifter des Gainismus. In dem Kanon der Buddhistenwird er unter dem Namen Nigantha Nsta-putta, d. h. derNirgrantha von dem Gnätrika-Stamme erwähnt. Buddha be-deutet der Erweckte oder Erleuchtete, Gina der Eroberer, einName, der auch von Buddha gebraucht wird. Ihre Systemehaben vieles miteinander gemein, werden aber sowohl in derGlaubens-, wie in der Sittenlehre auseinandergehalten. DieAnhänger Ginas zählen gegenwärtig nur eine halbe Million,diejenigen Buddhas, welche die südlichen Buddhisten genanntwerden können, werden auf ungefähr 29 Millionen geschätzt.Den Namen des Stifters des nördlichen Buddhismus kennenwir nicht; wir werden wahrscheinlich nicht fehlgehen, wenn wirin diesem Zweige des Buddhismus eine Verbindung buddhistischerLehren, wie sie damals im nördlichen Indien vorherrschten, mitreligiösen und philosophischen Ideen sehen, wie sie zu Anfangder christlichen Zeitrechnung durch die turanischen Eroberer, dieindoskythischen Stämme ins Land gebracht wurden. Die Anzahldieser nördlichen Buddhisten wird auf 470 Millionen geschätzt."(S. 525.) Namentlich seitdem Schopenhauer die Aufmerksam-keit der gebildeten Kreise auf die Ethik und ErkenntnißlehreBuddhas gelenkt hat, ist das Interesse an dieser höchst eigen-artigen Weltanschauung im Abendlande nicht wieder erloschen;Sprachforscher, Ethnologen und nicht zum wenigsten Philosophenwetteifern miteinander in der Enträthselung der verschlungenenProbleme, welche jene reiche Fundgrube der subtilsten meta-physischen Dialektik und zugleich der schwärmerischesten Mystikund konsequentesten Asketik unserem Scharfsinne und unsererWißbegierde stellt; ist doch der ganze moderne Pessimismusein modischer Aufputz der alten buddhistischen Lehre vomNirvana. Daß der Buddhismus für die centralasiatischen

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