251. Der Bürger und der Schiffer. 19
Also müest auch der güete pfaff30 Sein opfer gelt verlieren. —
Also noch manchem widcrfcrt,
Wem ein solicher loser Vetter Wirt peschert,
Ter in zw sambt dem schaden thüet vexiren.
Anno salutis 1545, am 17 tag Deccmbris.
251. Der pnrger mit dem schiffman.In dem spiegelthon Frawenlobs.
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Ö ^Jns pnrgers sün mit eim schiffmonD Eins mals thet neber felde gonBnd von iren eiteren sagen waren.
Der schiffman sprach: „Vor knrczer frist5 Mein vatter mir ertruncken ist, [Bl. 17]
Bnd mein anhcrr erdrünck vor drehen jarcn."
Des pnrgers sun sprach: „Wie ist deinBranherr den gestorben?"
Er sprach: „Er vnd mein freünt alsam10 Als vil ir hetten mannes nam,
So sint sie all in Wassers not vertorbcn."
2 .
Er sprach: „Wenn dw steigst in ein schicff,Zw faren auf eim Wasser dieff,
Furchstw dir nicht, im Wasser zw ferterben?"15 Der schieffman sprach: „Sag mir allein,Wes dodcs bet der vatter deinVnd dein anherr von dieser weit abstcrbcn?"
Er sprach: „Rcchcz dodz auf einem pct,Got thw in allen gnaden!
20 Vnd darzw mein ganezes geschlecht.
Das starb als auf dem Pettc recht
Ains rechten dodcs; ir nam kainer schaden."
251. AD 8, Bi. 16'. — Quelle: Pauli, Nr. 264 (II. Oesterley8. 176 und 504). Vergl. Melusine 527.