IV
Vorwort.
der Dichter in ihnen das in Betracht kommende Stückselbst geschrieben hat; dieses Zeichen bleibt natürlichbei MG weg, denn mit dieser Abkürzung werden diebetr. eigenhändig geschriebenen MeistergesangsbücherHans Sachsens bezeichnet, über deren Vorhandenseinoder Aufbewahrungsort Goedekes Grundrifs, Band II.S. 410 Auskunft giebt.
In Einzelheiten weichen sogar Hans Sachsens Ab-schriften von den MG ab. Er stellte Wörter um undverbesserte, schuf auch wohl eine neue Wendung, ohneim übrigen an dem Originale die geringste Aenderungvorzunehmen. Da galt es nun sich für eine Lesart zuentscheiden. Bei unsern eigenen Aenderungen, die fastimmer nur den Vers richtig stellen sollen, sind die weg-zulassenden Silben in runde Klammern (), die von unshinzugefügten in eckige [] eingeschlossen. Wir habenüberall sorgfältig davon Kechensehaft abgelegt, sodafsjedem Leser die Nachprüfung möglich ist. OffenbareSchreibfehler dagegen, wie z. B. meütter statt inueHer(Schwank vom Müller), eine falsche Ziffer 3 statt 2 u. ä.sind natürlich stillschweigend verbessert worden. Aus-drücklich hinweisen über möchten wir auf die Bemerkungenzu einzelnen Nummern, welche wir diesem Vorworte an-schliefsen. Dort haben wir eingehend dargelegt, wie anso mancher Stelle Hans Sachs selbst das Lesen dadurcherschwert, dafs er undeutlich ändert.
Nur eine Eigentümlichkeit in Hans Sachsens Schriftwäre hervorzuheben, weil sie allgemein ist und sich invielen seiner Stücke, also auch in hier nicht gedrucktenfindet.
Häufig hängt er nämlich dem o an der erstenRundung einen Strich an und macht es dadurch zu