6. Das Narrenbad.
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Stehn, etlicher bis an die Knie.
20 Also der Artzt kestiget sie
Mit diesem baden vnd dem Hunger,
Es wer gleych Alter oder Junger,
Bis er gantz wider sinnig ward.
Nun het er ein geleicher art25 Gebadet, der im Hoff vmb gieng,
Jedoch also mit dem gedieng,
Das er nicht kem hinauß fürs Thor,
Bis er wurd gantz vernünfftig vor.
Eins tags stund er vnter der thür30 Vnd sah ein Jüngling reyten für.
Der fürt ein Sperber aufs der handtVnd zwen Hund an eim Rüden bandt.
Den fragt der thöricht, was es wer,Vermeint Hundt, Sperber vnd das Pfer.35 Der Jüngling jm die ding erzeltVnd wie er damit paissen weldt.
Der Thöricht sprach: „Erzel mir, wasKost dich ein jar zuhalten das?"
Der sprach: „Ob hundert gülden Par."
40 Der Thöricht sprach: „Sag, was ein jarDu mit deim paissen magst erobern."
Er sprach: „Was vögel jch erkobernMag, die iß ich hewer als fert;
Sind etwa dreyer gülden werdt."
45 Der Thöricht sprach: „O Jüngling, fleüch!Mit deinem waidwerck dich verkreüch!
Dann wo mein Artzet dich ergrieff,
So setzt er dich inn dlachen tieff,
An ein pfal bis vber die ohren50 Als den grösten Narren vnd thoren,
Der dreissig mal mehr vnkost verleust,Dann dir nutzes darauß entspreust!
H Bey dieser schimpffred BoggijEin jeder mag betrachten hie,
55 Das es wer Teutschem land an schad,Wann es het auch ein Narren bad,
Das man darein setz die gesellen,
Sachs, Schwänke 1.
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