Druckschrift 
1 (1893)
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

5. Der Narrenfresser.

Der tuet man auff den wagen saßVnd furen hin gemach jr straßAuff die stat zu; da stund ich auff140 Vnd Pin also mit starckem lauffHerein geloffen stet abwegs.

Ich achtet weder pruck noch stegsVnd wuet durch moß, Pech vnd gewesser;Ich het stetz sorg, der narren fresser145 Würd mir verrennen weg vnd straß.

Des thüren mans ich gar vergaß,

Der doch die Männer fryst allein,

Die Herr in jrem hause sein.

Nun Pyn ich kummen auß der not,

150 Bring euch allen das potenbrot,

Das heint werden zu abend spatBeyd mender kummen in die stat,

Vnd wer dem Türen wirdt entrinnen,Den wirdt der Narrenfresser sinnen.

155 Ihr lieben gesellen, rathet zu,

Wie man nür diesen dingen thu!

Wer nür der Narrenfresier tobt!

Vmb den andern het es kein not;

Fund er schön einen oder zwen,

160 Must er darnach sein straffen gen,

Das precht dem hauffen nicht vil schaden.Hett wir des Narrenfressers genaden,

Der würgt vns wie die hüner nyderVnd kumpt des jares offt herwyder.

165 H Dyß Hab ich allen gutten gesellenIm pesten nicht verhalten wellenVnd diese trewe Warnung than,

Auff das sich versech yedermanMit sicherheyt in seym gewar.

170 Der menner fresser ist hungrig garVnnd prummet wie ein wilder PeerVnd zeucht gleych vor dem waldt daher,Der Narren fresser auch mit jmMit pluting maul in zornes grimm.