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3 (1896) 1879 - 1890
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69
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1881/82

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kolportiert, Bismarck agitiere mit dieser Notifikation, um die Wahl des konser-vativen Herrn von Schräder in Lauenburg durchzusetzen und sich an den Liberalendafür zu rächen, daß Graf Herbert Bismarck bei den vorigen Wahlen in demHerzogtum Lanenburg unterlegen war*).

IV. Abschnitt.

Air srstk Isssiorr der V. Degislrtttir-Mriode des Heirhstrrgs.

(17. November 1881 bis 30. Januar 1882.)

Im Spätherbst 1881 summte Fürst Bismarck, als derselbe mit M. Buschin der Dunkelheit durch die gewundenen Wege des Parkes hinter seinem BerlinerPalais ging, und sich mit demselben über den neugewählten Reichstag unterhielt, dieMelodie des Studentenliedes:Wir hatten gebauet ein stattliches Haus", undnach einer Weile sprach er vom Glück von Edenhall, mit dem er die deutscheVerfassung verglich. Die Melodie ging in seiner Seele dem Gleichnis und demdarin liegenden Gedanken voraus^).

In einem Gespräche mit dem verstorbenen Abgeordneten Bergers hatteBismarck bemerkt: was er sich wünsche, sei eine Majorität, wie sie LouisNapoleon in seinem oorps lögislatik gehabt*); was er bei der Wahl am27. Oktober erhielt, war davon weit entfernt. Die Wahl war für die Konser-vativen schlecht ausgefallen. Das Projekt des Tabaksmonopols war vom Frei-sinn mit großem Geschick zur Agitation ausgenutzt worden Bismarck wurde

')Vossische Zeitung" vom 9. Juli 1881, Nr. 313.

2) M. Busch, Unser Reichskanzler, Bd. II., S. 428.

3) Louis Berger, früher Gußstahlfabrikant in Witten a. d. Ruhr. Geb. am 28. August1829 zu Witten. Mitglied des Abgeordnetenhauses für Solingen-Lennep 186566 und (mieder-gewählt) 186667; sodann für feinen heimatlichen Wahlbezirk Bochum-Dortmund von 1868an. 1874 für den Kreis Dortmund zum erstenmal in den Reichstag gewählt, trat er infolgeder Abstimmung über das Militärgesetz aus der Fortschrittsfraktion ans und legte sein Mandatnieder, wurde aber Oktober 1874 mit großer Mehrheit wiedergewählt. 1877 für den nämlichenBezirk zum drittenmal gewühlt. Referent im Eisenbahn-, Post- und Bergwesen. Arbeitetevorzugsweise im Berg-, Hütten- und Eisenbahnwesen. (Fortschrittspartei).

0 In einer anfangs November 1881 gehaltenen Wahlrede teilte der Abgeordnete Bergernoch folgendes mit: Fürst Bismarck habe ihm gegenüber erklärt, daß sich in konstitutionellerWeise nur regieren lasse, wenn, wie in England, der Premierminister gleichzeitig der Führer derMajorität des Parlaments sei. Herr Berger habe dem Reichskanzler darauf erwidert, daß derSatz umgekehrt richtig, daß nämlich in England der Führer des Unterhauses Minister-präsident sei.

b) Wie sehr der Ausfall der Wahlen die Hoffnungen der Fortschrittspartei erweckte, ersiehtman aus einer Wahlrede des Abgeordneten Engen Richter in Berlin am 16. November 1881Die Konservativen haben keine Zukunft mehr". (Schnltheß, S. 279.)