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Ueber Physiognomik, wider die Physiognomen : zur Beförderung d. Menschenliebe u. Menschenkenntniß
Entstehung
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den Zeichen der Gemüthöbewegungen, die Be-schaffenheit des Geistes und Herzens zu finden;hingegen soll die ganze Semiotik der Affektenoder die Kenntniß der natürlichen Zeichen derGemüthöbewegungen, nach allen ihren Grada-tionen und Mischungen Pathognoinik heissen.Das letztere Wort ist schon zu diesem Gebrauchvorgeschlagen worden. Es wird hier nicht nö-thig scyn ein neues Wort zu machen, daskeyde unter sich faßte, oder welches besser wäre,statt des erstem ein anderes zu suchen, unddann Physiognomik zum allgemeinen Ausdruckanzunehmen, wie jetzt gewöhnlich ist, und wieeö auch deswegen in der Aufschrift zu diesemAufsatz genommen worden.

Niemand wird laugnen, daß in einer Welt,in welcher sich alles durch Ursache und Wirkungverwandt ist, und wo nichts durch Wunder-werke geschieht, jeder Theil ein Spiegel desGanzen ist. Wenn eine Erbse in die Mittel-ländische See geschossen wird, so könnte einschärferes Auge als das unsrige, aber noch un-endlich stumpfer als das Auge dessen, der allessieht, die Wirkung davon auf der Chinesischen

Küste