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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Der wirt gieng wieder außVnd schueff rat jn dem hauß.

Hs. 2,15a Den gesten kaufft er zue mal genueg.

Ffür die herren man dar trueg.

5 Der gast begonde schauwen

Dye schönen jungfrauwen.

Da er sye volkummen sach,

Gar zögenlicli er da sprach:

Eya, vil liebe frauwe mein,

10 Von welchen schulden mag daz gesein,

Daz ir die maget wolgethanNicht engebbet eynem man?

Dye frouwe begonde ym klagen.

Sye sprach: herre, ich wil euch sagen,

15 Daz machet alles ir gueter muet,

Daz wir nicht haben guet.

Dar vmb sein wir vnwert,

Daz vnser dochter nyemant gert.

Der gast sprach: liebe frauwe mein,

20 Möcht ez mit euwern hulden gesein,

Daz ich en wenig gert,

Ob man mich gewert,

Daz ez blieb an haß.

Dye frauwe sprach: waz ist daz?

25 Waz ir wölt, daz tuen ich gern.

Mag man euch nit gewern,

So pleibt doch ane zorn!

Da sprach der Rytter hoch geborn:

Wölt ir mich noch heynacht slauifen lan

30 Bei ewer.wol getan?

Ist daz ich mag gelebe,

Ich wil euch hundert phunt geben.

Da sprach dye frauwe here:

Daz were wieder vnser ere.

35 Er sprach: frauwe, ez en sol;

Wir wollen ez versweigen wol,

Daz sein nyemant wirt gewar.

22. ? mich nicht. 30. ? tochter. Vgl. s. 46, 31.