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2 (1878) Leopardi's Weltanschauung. Geschichte des Menschengeschlechts. Gespräche. Gedanken
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toi, aus denen jenes publicum besteht, dessen Ver-ehrung sie mit tausend Mühen und Leiden zu gewinnensuchen, würden sie wahrscheinlich bald in ihrem Strebenerkalten und es vielleicht ganz aufgeben. Freilich kannunser Geist sich der Macht nicht entziehen, welche dieZahl der Menschen über unsere Phantasie ausübt,und unzählige Male erlebt man, daß wir nicht einmaleine große Menge, sondern zehn Menschen, die ineinem Zimmer beisammen sind, nicht bloß der Mühewerth halten, sondern sogar hochschätzen, obwohl unsjeder Einzelne von ihnen völlig gleichgültig ist.

UXXXIV.

Jesus Lhristus war der Erste, der die Menschendeutlich auf jene ewige Lobrednerin und Lehrerin allerfalschen Tugenden und Verleumderin und Verfolgerinaller wahren hinwies; auf jene Mdcrsacherin jederinneren und dem Menschen wahrhaft eigenen Größe,jene Verspotterin jedes hohen Gefühls, wenn sie cs nichtfür erheuchelt hält, jeder weichen Regung, wenn siedieselbe für echt und innig halten muß; jene Sklavinder Starken, Tyrannin der Schwachen, passerin der Un-glücklichen, die Jesus Lhristus „die Welt" nannte, einName, der ihr bis auf den heutigen Tag in allengebildeten Sprachen geblieben ist. Dieser große allge-meine Gedanke, der so tief wahr ist und in der Folgestets seine Geltung behalten hat und immer behaltenwird, ist vor ihm wohl von Niemand begriffen worden,