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1,XXXI.
Es geht uns mit der Eonvcrsation wie mit denSchriftstellern; viele gefallen uns Anfangs, da wirihre Einfälle neu und eigenartig finden, sehr; dann,wenn wir weiterlesen, finden wir sie langweilig, weilein Theil ihrer Schriften nur die Nachahmung desanderen ist. So werden auch in der Lonversationneue Menschen oft sehr geschätzt und anerkannt wegender Form und des Inhalts ihrer Reden, die, je längerman ihnen zuhört, je langweiliger erscheinen und inunserer Schätzung sinken. Denn wenn die Menschennicht Andere nachahmen, müssen sie nothwendig, dieEinen mehr, die Anderen weniger, sich selbst nachahmcn.Darum lassen diejenigen, die reisen, besonders wenn sieeinigen Geist haben und die Aunst der Unterhaltungbesitzen, an den Vrten, wo sie durchkommen, leicht eineviel günstigere Meinung von sich zurück, als sie ver-dienen, da cs ihnen möglich ist, den gewöhnlichenMangel der Leute von Geist, die Armuth desselben, zuverbergen .... Aus demselben Grunde sind die Reisen-den oft dem Irrthum ausgesctzt, indem sie von einiger-maßen gescheidtcn Menschen, die ihnen unterwegsbegegnen, zn günstig urtheilen.
I.XXXIII,
U)cnn die wenigen wahrhaft gediegenen Menschen,die nach Ruhm trachten, alle diejenigen einzeln kenn-