Druckschrift 
2 (1837)
Entstehung
Seite
152
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j.52 SextuS Aureliuö Victor.

sangen, einen Citherspicler sich zum Geschenk erbeten. Alsman ihm bemerkte, es sey ein freier Man», wies der Pan-ther auf sein ebenfalls zur Tafel gezogenes Gefolge und ent-gegnete, der Kaiser möge von demselben, wen er nur wolle,sich answählen, in einer Monarchie gebe es keinen freienMann. Und wirklich würde Nero sein verruchtes Unterneh-men ansgeführt haben, wenn nicht Galba, Statthalter vontzispanien, auf die Nachricht, daß seine Hinrichtung befohlenworden, ungeachtet seines hohen Alters, sich für unabhängigerklärt und den Staat gerettet hätte. Nero sah sich beiGalbas Anrüeke», mit Ausnahme eines einzigen Verschnitte-nen, den er einst in ein Weib hatte umschaffen wolle», vonJedermann verlassen und gab sich mit eigener Hand den Tod,nachdem er durch langes, flehentliches Bitten nicht einmaldiesen Dienst von Jemanden hatte erlangen können.

Einen solchen Ansgang nahm das Haus der Cäsarn.Das nahende Ende desselben hatten viele Vorzeichen verkün-digt , namentlich das Absterben eines auf ihren Gütern fürdie Triumphatoren bestimmten Lorbeerhains, und der Tod derzahlreichen, weißen Hühner, welche für religiöse Zwecke be-stimmt waren aind deren Andenken noch jetzt ein Platz in derStadt ") erhält.

6. Servius Galba.

Galba stammte ans einer nicht minder edeln Familie,als die der Cäsaren war, nämlich ans dem erlauchten

Er hieß -Lcl Aallinas slda«, und war in der sechsten Regionder Stadt.