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Kaisergeschichte.
neuen, um so reizenden: lüstern, bis es zuletzt selbst dieAngehörige» zum Gegenstände derselben macht. Die Wahr-heit dieser Behauptung bewiesen Nero und seine Mutter.Nachdem beide gleichsam stufenweise, diese durch die Bemü-hungen Anderer zur Gemahlin ihres Oheims und nach meh-reren Hinrichtungen zur Mörderin ihres Gatten, jener all-gemach zum Schänder der Ehre einer Vestalin, hierauf seinereigenen geworden, so schritten fle zuletzt zu wechselseitigerverbrecherischer Entehrung. Aber auch solche Hingebungenvermochten nicht, ein friedliches Verhältnis; unter ihnen zuerhalten, sondern sie legten einander in ihrer Verworfenheitwechselseitig Fallstricke, bis die berückte Mutter das Opferwurde. Nachdem Nero alles Recht und jegliche Pflicht durchseinen Mnttennord mit Fußen getreten batte und sein Wü-then gegen die trefflichsten Männer von Tag zu Tag znnahm,so bildeten sich zu verschiedenen Zeiten mehrere Verschwö-rungen , welche die Befreiung des Staates beabsichtigen.Ihre Entdeckung und blutige Bestrafung entzündete seineWuth noch mehr, und er beschloß, die Stadt mit Feuer, sowie das Volk durch losgelaffene wilde Thiere, den Senatdurch eine gleiche Todesart zu vertilgen und sich einen neuenRegierungssitz zu wählen. Auf diesen Gedanken war ernamentlich durch den Parthischen Gesandten gebracht worden.Dieser hatte bei der Tafel, wobei die Hoflente, wie gewöhnlich,
brizusehen: neguaguam vereaemstia erweis sollieitata
liomaniu» saturatur ^eccansti aoosuctuclo; so wird dieGewobnbeit zu sündigen keineswegs durch Versichrungder Schamhaftigkeit fremder Leute auf natürlichem Wegebefriedigt. . . .