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A. v. Humboldt's Fragmente einer Geologie und Klimatologie Asiens
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ewigen Schnees (wo die Temperatur sich gleichförmigam läge zwischen 4° und S° und des Nachts zwischen 2° und 5°,5 erhielt) in jeder Zeit des Jahres schneien

gesehen; auf dem Plateau von Hoch-Peru oder Boliviafällt nach den Beobachtungen von Pentland vom Märzbis November weder Schnee noch Regen: und was mehrist, sogar in der Zeit der periodischen Regen, die in denAlpenregionen die Zeit vom November bis April aus-füllen, sind die Nächte im Allgemeinen schön und heiter.Fügt man zu diesen, auf die Configuration des Bodensund den Zustand der Vegetation bezüglichen Umständennoch die der Atmosphäre von Bolivia und Quito gewöhn-lichen Contraste der Trockenheit und Feuchtigkeit hin-zu, so erkennt man den Verein der Ursachen, welchedie grofse Höhe und geringe Mächtigkeit der Schnee-massen unter den 19° südlicher Breite erklären.

Ich könnte diese Betrachtungen über die absorbi-renden und emiltirenden Kräfte des Bodens mit einerUntersuchung der Veränderungen schliefsen, welche derMensch auf der Oberfläche der Continente durch dasAusroden von Waldungen und die Modificirung der Was-servertheilung hervorbringt. Diese Veränderungen sindindefs weniger erheblich, als man allgemein annimmt,weil die wichtigsten von den zahllos verschiedenen,zugleich wirkenden Ursachen, von denen der Klimaten-tvpus abhängt, nicht auf kleine Oertlichkeiten beschränktsind, sondein von dem Verhältnisse der gegenseitigenLänderstellung, ihrer Configuration, Höhe und dem Vor-herrschen gewisser Winde abhängig sind, auf welche dieCivilisation keinen merklichen Einflufs ausübt. Ich könntenoch die periodischen Oscillationen der Erdwärme in dender Oberfläche zunächst liegenden Schichten, Rissen undkreisförmigen Oeffnungen untersuchen, durch welche dieAtmosphäre, sogar noch in dem gegenwärtigen Zustandunseres Planeten, den Einflufs der hohen Temperaturder innern Erde empfängt: einen Einflufs, den man mitdem unbestimmten Ausdruck, vulkanische Wirkung, be-zeichnet, und der, vormals mehrfach und gröfser, den Ge-