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A. v. Humboldt's Fragmente einer Geologie und Klimatologie Asiens
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in der südlichen Hemisphäre zu fallen schien” (nach denBeobachtungen, die die Herren Espinosa und Bauzaauf der Reise über die Cordillercn von Chili zwischenMendoza und Valparaiso, unter 30° Breite, machten);aber wie bei Untersuchungen der physischen Geographiefast immer der Fall ist, hatte man die Kenntnifs einigerAusnahmen bis dahin für ein allgemeines Gesetz genom-men; erst die Bestimmung der unteren Gränze des Schneesam nördlichen Abhang des Hiinalaya (2605 Toisen) durchHerrn Webb im Jahre 1816 und in Hoch-Peru (2670Toisen) durch Herrn Pentland im Jahre 1S26 führtezur Anerkennung des Zusammenwirkens von abwechseln-den Ursachen, die eine Erscheinung so verwickelter Na-tur bedingen. Die mit Getraide bebauten Felder aufeiner Höhe von mehr als 2300 Toisbn in der gemäfsig-tcn Zone unter dem 3 Isten Breitengrade, die ungeheurenUnterschiede, welche Herr Webb angab, zwischen denGränzen des Schnees auf den nördlichen und südlichenAbhängen des Himalaya, scheinen beim ersten Anblickso unerwartete Phänomene, dafs mehrere ausgezeichneteEnglische Physiker geneigt waren, die Genauigkeit derMessungen ihrer Landsleute in Zweifel zu ziehen. Seit-dem ich Kenntnifs von den Resultaten in Indien erhielt,bemühte ich mich zu zeigen 1 )» dafs sie nur sehr unbe-deutend durch die terrestrischen Refractionen verändertworden sein konnten, und dafs die überraschende Höhedes Schnees auf dem Tübetanischen. Abhange des Hima-laya sich auf vollkommen genügende Weise durch dieStrahlung der naheliegenden Hochebenen, durch die Hei-terkeit des Himmels und die Seltenheit des Schnees er-klärt, der in einersehr kalten und aufserordentlich trock-nen Luft fällt.

Die Richtigkeit dieser Bemerkungen, die ich in einerim Jahre 1820 erschienenen Abhandlung entwickelte, fandsich durch die neuen Arbeiten des Herrn Pentland bc-

') A. a. O. t. III. p. 303, t. XIV. p. 6, 22, 50.

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