Baumklcttc — Baumöl.
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theer, mit Ruß verdickt, ist eine gute Salbe, eben-so eine Mischung von Lehm, feiner Holzasche,dickem Terpentin u. Kälberhaaren. Der berühmteForsythsche B., welcher seinem Erfinder einePrämie von 300,000 Gulden eingetragen hat,besteht aus 1 Theil Kalkschutt od. gelöschtem Kalk,1 Theil Holzasche u. etwas Saud; alles feindurchgesiebt u. dann mit 2 Theilen frischem Kuh-staden, Urin od. Seifenlauge zu einem dünnenBrei angerührt, welcher, auf die Wunde gestrichen,noch nur Holzasche bestreut wird, damit er nichtanfreißt. Wolde.
Baumklette (Kleiber, Spechtmeise, Baum-specht, 8ibba T,.), Gattung der sperlingsartigenSingvögel, Familie der Klettermeisen. Dahindie gemeine B. (8. onssia M ll^.); Ge-fieder lang, zerschlissen; Oberseite u. mittlereSchwanzfedern bläulich-grau, Unterseite rostfarbig,am äußeren Augenwinkel ein schwarzer Strich;Schnabel mäßig lang, gerade, psriemensörmig;nährt sich von Jnsecten u. Baumsämereien;klettert äußerst geschickt, selbst kopfabwärts; be-wohnt als Standvogel vorzüglich Wälder, nament-lich gemischte Bestände. Thome.
Baumkraukheite«, die schadhaften Zuständeder Bäume. Sie geben sich dadurch zu erkennen,daß der Baum krüppelhaft ist, daß in der Ent-wickelung der Äste ein Mißverhältnis; liegt, Par-tien absterben, ungewöhnlich frühes Ausschlagenerfolgt, das Laub bald gelblich wird, die Blätter,bes. im Gipfel, nicht natürlich grün, nicht gehörigdick sind u. vor der Zeit abfallen; daß die Blüthensich nur spärlich ansetzen u. klein sind, plötzlichwelken od. abfallen; daß die Rinde nicht hell, glatt,fein ist, od. vom Fuße des Stammes bis an dieÄste nicht gleiche Farbe hat; Laß sich unter deräußeren Rinde keine junge, gesunde Rinde be-findet; daß sich die Rinde vom Stamme ablöstoder aufspringt, der Saft ansläuft, die Triebekurz, der Splint und die zuletzt gebildeten Holz-lagen sehr dünn, die oben in die Höhe steigendenZweige nicht länger als die anderen sind, derBaum mehrere Jahre lang keine oder sehr wenigFrüchte trägt, oder diese klein, krankhaft, nichtvon natürlicher Farbe sind. Die meisten B.rühren her von unpassendem Standort, Ver-stümmelungen, zu starker, unpassender Düngung,Jnsecten u. Pilzen. Die hauptsächlichsten derselbensind:^.) Kranke Wurzeln; die Bäume stehen ent-weder zu trocken od. zu naß, od. auf nicht zu-träglichem Boden, od. die Wurzeln sind von Ge-würm beschädigt; davon werden die Blätter zufrüh gelb (Gelbsucht); man ändere jenes ab, od.verbessere die Erdart, worin der Baum steht, od.vertreibe (durch scharfe Laugen, verdünnte Schwefel-säure u. dgl.) das an den Wurzeln nagende Un-geziefer;L) Kranke Stämme, Äst e u. Zweige; siesind befallen n) von der Schwindsucht; die Bäumekommen im Wachsthum zurück; häufige Flechtenu. Moos fetzen sich an; man gibt bessere, wohl
gedüngte Erde an die Wurzeln u. kratzt Moos u.Flechten ab; b) von der Fäule; diese zerfällt inFäule im Äußern, wo die Rinde anfängt, fauligzu werden; das Bestreichen mit Kälberblnt, Kothod. Kuhmist ist nützlich; u. Fäule im Innern, woder Kern (Mark) verdirbt u. allmählich den Baumvon innen heraus zerstört (der Baum wird kern-faul); dies wird verhindert, wenn jede bedeutendeWunde mit Baumkitt gehörig bestrichen od. auchdas Faule wo möglich ausgeschnitten wird; o)vomBrande (Baumkrebs, bei Steinobst), vom Harz-(Gummi-)fluß; ä) von Thieren, namentlich Jn-secten; Verletzung der Bäume durch allerlei Jn-secten und deren Larven; sind die Verletzungenäußerlich sichtbar, so werden die Höhlungen ans-geputzt, verschmiert, oder dem Baum kräftigereNahrung zum Wachsthum gegeben. Hoffman,,.
Baumkrätze, so v. w. Flechte; insbesonderekurmslia parietina (vgl. Baumpilze, Harzfluß,Hexenbesen).
Baumläufer, 1) (Osrbkiaäas) Fam. derdünnschnäbeligeu Singvögel, mit einem langen,etwas gebogenen Schnabel, der sehr dünn u. spitzigist, u. einer spitzen, kurzen, knorpeligen Zunge;sie nähren sich von Jnsecten, klettern wie dieSpechte, niemals aber, wie die Baumkletten, kops-abwärts. Sie leben einsain oder paarweise inWäldern u. Gärten, woselbst sie, ähnlich wie dieSpechte, mit ihrem Schnabel an Bäumen meißeln.Hierher die Gattungen: B. (OortlriaT.); Mauer-läufer (Piolwäroma, TL). Deutsche Arten sind:der Gemeine B. (0. kamiliaris L.). nur 15 omlang, grau-weiß betropft, mit gelblich-weißer Bindeüber der Mitte der Schwingen u. weißer Unter-seite; ein niedlicher, zierlicher Vogel, welcherWälder n. Gärten bewohnt. Der Alpenmauer»läufer (Molmckroma muraria L.), oben aschgrau,unten an Kehle u. Vorderbrust im Winter weiß-lich, im Sommer schieferschwarz, Bauch, Flügelu. Schwanzfedern schieferfarben; die kleinen oberenFlügeldeckfedern u. die Anßenfahne der Hand-schwingen karminroth; in älterem Gemäuer derAlpenthäler. Thome.
Bäumlein, Wilhelm, Philolog, geb. 1797in Langenburg; studirte in Würzburg u. TübingenPhilologie u. Theologie, wurde 1820 Diacouusu. Präceptor in seiner Vaterstadt, Professor inBiberach 1827, in Heilbronn 1835, dem theolog.Seminar in Maulbronn 1840, Ephorus desSeminars 1815; st. 1865. Ein geschätzter Pädagog,machte sich B. besonders durch seine grammatischenSchriften einen Namen. Hauptschriften: GriechischeSchulgrammatik, 4. A. von Gaupp, Stuttg. 1871;Untersuchungen über griechische Partikeln, ebd.1862; Commentar über das Evangel. des Joh.,ebd. 1863. Hartmann.
Baumlerche, f. u. Lerche.
Baummarder, so v. w. Edelmarder.
Baummesser, f. u. Baumschnitt.
Baumöl (Oleum olsvarum), s. Olivenöl.