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Bd. 2 (1875) Arabische Sprache u. Literatur - Baumöl
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Badachschan

P, einer eingedampften Chlorzinklösung steigtder Siedepunkt auf 250°, bei welcher TemperaturWasser verdampft ist. Das zurückbleibende„ejchmolzene Chlorzink läßt sich, ohne merklich zuverdampfen, aus 400° erhitzen (Chlorzinkbad);dasselbe siedet bei 700—750° 6. Während desSiedens muß das verdampfende Wasser selbstver-ständlich ersetzt werden, um die Zusammensetzungder Salzlösung, von welcher deren Siedetempera-tur abhängt, konstant zu erhalten. Geschieht diesnicht oder Loch nicht genügend, so scheidet sich anden Wänden des Bades Salz aus, wodurch einstoßweises oder schäumendes. Sieden bewirkt wer-den kann. Frei von diesem Übelstande sind die Ol-li. Paraffin bäd er. Elftere, zu welchen manM- oder Leinöl verwendet, lassen sich auf 300°(bei altem, dickflüssigem Öl auch höher) ohne Zer-setzung des Öls erhitzen; Paraffin siedet bei370°.Auch Metallbäder werden zu gleichem Zweckeangewandt; dazu besonders geeignet ist das Dar-cetsche (d'Arcetsche) Metall, eine Mischung von 2Theilen Wismuth, 3 Th. Zinn u. 5 Th. Blei,welche bei 100° schmilzt u. erst in Heller Roth-glühhitze siedet. Endlich läßt sich eine constantehohe Temperatur erzielen durch Luftbäder, me-tallene Behälter, von deren erhitztem Boden warmeLust aussteigt, welche die in dieselben frei eingesetztenGegenständeerwärmt. DieTemperaturdesLuftbadesmuß event.durch einThermometer controlirt u.durchstärkeres od. schwächeres Erhitzen regulirt werden.

Badachschatt, so v. w. Badakhschan.

Badagry,Hafenst. im gleichnam. Reiche auf derasrik. Golbküste (Öberguinea); früher Hauptsklaven-markt, versendet jetzt Palmöl; ist seit 1861 englisch.

Badajoz, 1) Provinz im südlichen Theil derspanischen Landschaft Estremadura; 22,469 Uslrm(408 sZM) 403,735 Ew.; eine im N., S. undO. von hohen Gebirgen umgebene, wenig an-gebame, vom Guadiana u. einigen kleinen Flüssenund Seen bewässerte Ebene, in der im Sommerkein Regen fällt u. deren Products (Getreide, Oli-ven, Flachs, Hanf rc.) für die Ernährung der Be-völkerung nicht ausreichen. Die Provinz hat nichtunbedeutende Schafzucht (vortreffliche Wolle),außerdem Bienen- n. Seidenwürmerzucht; sie istreich an Mineralien aller Art (Silber, Blei,Kupfer, Schwefel, Marmor), von der Eisenbahnliniedurchschnitten, welche Madrid mit Lissabon Ver-binder. 2 ) Hauptst. u. Grenzsestnng gegen Portu-gal, an der nach Lissabon führenden Eisenbahn,am linken User des Guadiana, der hier die Ge-vora aufnimmt u. über welchen eine 570 m langeSleinbrücke mit 28 Bogen führt. Die Stadt istMster u. schmutzig; außer dem Wall u. seinen 9Bastionen noch durch ein Brückenkopf u. 3 Fortsbertheidigt; Sitz eines Generalcapitäns u. einesBpchoss; besitzt eine schöne Kathedrale mit einerkolossalen^ Orgel; Fabriken in Leder, Fayence,hüten, Stückgießerei u. s. w.; 22,195 Ew. Manuewt viel Grenz-, und noch mehr Schmuggel-handel, denn die wohlbebaute Umgegend (Tierra^ Barros) ist die Kornkammer von Estremadura.E Stadt ist Geburtsort des Malers Morales u.des Herzogs v. Alcudia, des sog. Friedensfürsten.Ble Stadt hieß zu den Römerzeiten AmKusts,,Mr Maurenzeit Beledain oder Bataljos. Unter

— Baddas.

den Mauren war sie von 1030 Hauptort eineseigenen Königreiches, welchem 1094 durch die Al-moraviden ein Ende gemacht wurde; dauernd kamsie erst 1235 an Castilien. Hier wurde 1525 dieJunta von B. oder der Pilotencongreß abgehalten.1660 ward sie von den Portugiesen, 1705 im Spa-nischen Erbfolgekriege von den Alliirten vergebensbelagert; den 20. Mai 1709 Schlacht zwischendem Marq. du Bay, General Philipps V., u. derösterreichischen Partei unter Galloway. Den 6.Juni 1801 wurde hier Friede zwischen Spanienu. Portugal geschlossen. 1811 kam B. nach derSchlacht an der Gevora, am I l.März durch Ca-pitulation in die Gewalt der Franzosen. Welling-ton belagerte es 16. April bis 44. Mai (woraufsie von Soult entsetzt wurde), dann 27. Mai bis16. Juni vergebens. Bei der nächsten Belagerung(1812) wurde B. in der Nacht vom 6. auf 7. Aprildurch den engl. General Picton erstürmt, nachdemdie Engländer große Verluste erlitten hatten (imGanzen 10,000 M. an Todten n. Verwundeten).

Badakhschan (Badachschan), 1) Gebirgsland inTurkestan; grenzt im Sk. an die GebirgsländsrDarwas u. Karategin, im O. an Wakhan, ini S.an Tschitral, im W. an Tokharestan (Kunduz);110,140 müm (2000 HW) ungefähr 100,000 Ew.;hat Bergspitzen bis 6300 m, mit den Quellendes Koktscha oder B., eines Nebenfl. des Amn-Darja; Fundort von Smaragden, Lasursteinen,besonders aber von Rubinen rc. Der untere Theil,15—1600 m ü. d. Meer, ist fruchtbar u. vonschiitischen Tadschik gut bevölkert, welche Eisengießen u. mit Afghanistan Handel treiben; aberdas Land hat Mangel an Wegen u. Brücken. Jetztsteht es unter einem Fürsten, der an Afghanistan.Tribut bezahlt. Die Lage von B. ist wegen desHandels u. der Zwischeustellung zwischen den russi-schen u. britischen Besitzungen in Asien von großerWichtigkeit. Hauptstadt: Fyzabad (Faizabad), amKoktscha, durch Erdbeben 1832 fast gänzlich zer-stört. 2 ) Nebenfluß des Amu-Darja.

BadallochlO, Sisto, genannt Rosa, italieni-scher Maler und Kupferstecher, ein Schüler vonAnnibale Caracci, geb. 1581 zu Parma; starb1647; gab mit Lanfranco die Bibel Rafaels in23 Knpferplatten 1607 heraus, ferner die Fres-ken Correggios im Dome zu Parma, sowie andereWerke desselben u. die Caraccis. Man zählt 34Blatter von ihm. Ohne ein besonders hervorra-gendes Talent war er doch ein sehr tüchtiger Zeich-ner. Von seinen Bildern sind zu nennen: DieArbeiten des Hercules im herzoglichen Palaste zuModena, eine Madonna mit mehreren Heiligen,in Minita cisi xslerini in Parma, u. sein Haupt-werk: Der h. Franciscus mit den Stigmen, in derGalerie daselbst.

Badalöna, Stadt in der span. Prov. Barce-lona (Catalonien), an der Mündung des Besos indas Mittelmeer; Hafen, Werft; Fabriken; 8000Ew. Hier landete 1704 Erzherzog Karl.

kaäatgium (mittellat.), so v. w. LovsMum.

Saüaucl (fr.), Einfaltspinsel, Tropf; daher ka-äauäuZs u. Saäuuäoris^ albernes Wesen; Ba-daudismus, Faselei, albernes Gewäsche; ba-daudiren, albernes Wesen zur «schau tragen.

Baddas, Volk, so v. w. Battas.