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Bd. 2 (1875) Arabische Sprache u. Literatur - Baumöl
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Bacs -O^ctvrilomuiii.

scholastischen Entstellung kennen lernte. Der be-rühmte Chemiker Justus v. Liebig hat fernerin seinem Buche: Über Francis Bacon v. Veru-lam u. die Methode der Naturforschung, München1863, nachgcwiesen, daß B. die Methode dermodernen Naturforschung weder selbst geübt, nochbegründet, oder auch nur treffend bezeichnet hat.Aber Liebig geht zu weit, wenn er B. nur alswissenschaftlichen Charlatan ansieht. Das NovumOrganon ist das Grundbuch des Realismus (s. d.)in der Wissenschaft geworden, u. mit B. beginntin der Neuzeit die Entwickelung der empiristischenPhilosophie (s. Empirismus). Die erste Ge-sammtausgabe der Werke B-s wurde von seinemSecretär William Rawley besorgt, Amsterd. 1663u. Franks. a./M. 1665; außerdem sind die gesam-melten Werke 2 Mal im 18. Jahrh. u. 3 Malim 19. Jahrh. herausgeg. Die beste Ausgabeist die von Spedding, Eüis u. Heath unter demTitel: ktw Morles ok krsnvis Lseon sie., Lond.18571870 (mit Briefen u. Lebensbeschr., 12Bde.). Die beste deutsche Übers, des Nov. Or^.ist die von Kirchmann, Berlin 1870. Von denzahlreichen Schriften über B. sind die bedeutend-sten: los. äs Llaisbrs, sxsmsn äs In xfiiios. äsL., Paris 1836, 8. Ausl., 1868 (BeurtheilungB-s vom klerikalen Standpunkte); Macaulay.ÜberB., im käinb. Rsvisrv 1837, deutsch von Bülau,Leipz. 1850; Charles de Remusat, 8., ss vis,son tsmxs, ss, ptülosoxllis et son intiusnos sus-gu's nos sours, Paris (1854) 1868; H. v. Bam-berger, Über B. v. Verulam des. vom medicini-schen Standpunkte, Würzburg 1865 (sehr aner-kennendes Urtheil über B-s medicin. Kenntnisse);Kuno Fischer, Francis B. und seine Nachfolger,Leipz. (1856), 2. Aust. 1875 (die gründlichste u.gediegenste Darstellung). 3) John, engl, Bild-hauer, geb. 24. Nov. 1740 zu Southwar, erst Maleru. Modelleur in einer Porzellanfabrik, dann Bild-hauer; ward Mitglied der Kunstakademie, liefertemehrere Kunstwerke für die Paulskirche u. dieWestminsterabtei, eine Statue der Miß Elisa Sterne,der Venus, des Mars, Narciß rc. Die Univer-sitätsbibliothek zu Göttingen besitzt von ihm eineBüste Georgs III. Seine Werke kamen bis nachIndien, u. waren namentlich seine Bronzen sehrgeschätzt. Er schr.: ksollerolies snr 1s esrsotsrs äs1s xsinturs et äs Is ssnlxturs. B. st. 7. Aug. 1799.

Baes, Marktflecken am Sumpfe Mosztonka,von dem eine Gespanschaft den Namen hatte; grie-chischer Bischof; Schloßruinen; 3300 Ew. A. wurde1526 von Soliman I. erobert u. geplündert.

Bacsänyi, 1) Jänos, geb. 11 . Mai 1763zu Tapolcza; kam 1785 zur Kaschauer Cameral-admiuistration, verlor 1793 sein Amt, wurdeSecretär des Grafen Nik. Forgach u. saß wegenTheilnahme an einer Verschwörung 179496auf dem Spielberg! 1805 erhielt er eine An-stellung bei der Bank in Wien, mußte aber1809, weil er die franz. Proclamation, welchedie Ungarn zum Ausstande aufforderte, über-setzt hatte, fliehen u. lebte 180913 zu Paris.Nach dem Pariser Frieden ausgeliefert, mußte ereine Festungshaft abbüßen u. lebte dann in Linz,wo er 12. Mai 1845 starb. Er gab 178895mit Baröti u. Kazinczy das LlsKz'sr Llursnm u.

Anyos u. Faludis Gedichte heraus; durch seineÜbersetzungen aus Ossian machte er diesen Dichterzuerst in Ungarn bekannt; seine Gedichte, kostalrmmksi, neue u. vermehrte Ausg., Pest 18272. A., Ofen 1835; schr. auch: X muMsroL vl-teoeAs (der Magyaren Tapferkeit, Gedichte), ebd,1785. 2) Gabriele, Gattin des Vor., geb. 177zin Wien, Tochter des Staatsbeamten Baumberg;vermählte sich 1805, folgte 1809 ihrem Gatten nachParis, lebte während dessen Gefangenschaft seit1815 in Wien u. st. 24. Juli 1839 in Linz. Sieschr.: Gedichte, Wien 1800, 2. Ausl., 1805, u.die Dichtung Amor u. Hymen, ebd. 1807.

Bacs-Bodrog, Comitat im S. von Ungarn,im Winkel zwischen Donau u. Theiß; durchauseben; begrenzt im N. vom Comitat Pest u. vonKlein-Kumanien, im O. von Csongrad, Torontalu. der ehern. Banater Militärgrenze, im S. u. SW.von Slawonien, im W. von Baranya, durchschnittenvom Franzens- oder Bacser-Kanal, welcher Donauu. Theiß verbindet, u. von der Eisenbahn Szegedin-Essek; 10,285 Usicm (186,g flsM); 576,150 Ew.,im NO. meist Magyaren, im SW. Südslaven(Serben), dazwischen mehrere deutsche Colonien u.Inden; Hauptort: Zombor; andere bedeutendeOrte: Maria-Theresiopel (Szabadka), Baja, Neu-satz a. d. Donau u. s. w. Im ungarischen Auf-stande 1848 u. 49 waren hier harte Kämpfezwischen Magyaren u. Serben; nach demselben ge-gehörte B. zur Woiwodschaft Serbien, bis es 1867wiederhergestellt wurde.

öactris -laoz. (v. gr. ballbron, Stab; Raspel-palme), Gattung aus der Fam. der Palmen(XXI. 6), mit schlankem, gebogenem, stacheligemStamme, gefiederten Blättern mit schmalen Blätt-chen, gelblich-weißen Blüthen; einhäusig; männlicheu. weibliche Blüthen an demselben Kolben, mitdoppelter Scheide, dreispaltigem Kelche u. drei-blätteriger, bei den weiblichen Blüthen walzlicher,dreizähniger Krone; saftige Frucht mit einemSamcnkorne. L. winor u. mssor 1k), in SAme-rika; von den dünnen Stämmen kommen die Ta-bagorohre, schwarze, glänzende, kantige, sehr leichteStäbe; aus den säuerlichen, kirschenartigen Früch-ten von L. minor wird eine Art Wein bereitet,u. von L. mssor werden die Kerne der großenNüsse in Cartagena gegessen. Andere Arten ausBrasilien sind von Martins beschrieben worden,ö. sstoss Mirrt. ist über u. über mit Stachelnbedeckt u. bereitet dem Wanderer in den WäldernVenezuelas viele Pein.

ösctxrilobmm IU//Ä. (Röhrenhülse), Pflanzen-gattung aus der Fam. der Cassien (X. 1), mit 5ungleichen Kronblättern u. cylindrischer, holziger,nicht aufspringender, durch Querwände in einsamigeFächer getheilter Hülse. L. kistuls IkM. (Röh-rencassie), süße Stangen- oder Röhrenhülse; stammtaus Central-Afrika u. wird in Ägypten, Ost- u.Westindien oft angebaut; schöner, großer Baum,ähnlich unserem Nußbaume, mit großen, über fuß-langen, abgebrochen gefiederten Blättern u. gelben,in langen Trauben stehenden Blüthen. Officinellist die Frucht als 6sssis üstuls, doch ist wahr-scheinlich, daß die Hülsen des Handels theilweiseauch von anderen, nahe verwandten Arten stam-men. Nur das Fruchtmark (kulxs Osssise) wird