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Bacon.
weisen. Um seine Erziehung durch eine Reisenach dem Continent zu vervollständigen, beglei-tete er im Herbste 1576 den englischen GesandtenSir Annas Panlet nach Frankreich, wo damalsder König Heinrich III. gegen Heinrich von Na-varra im Kampfe lag. B. folgte mit der Ge-sandtschaft dem Hofe von Paris nach Blois, Toursu. Poitiers. Von Paris ries ihn 1579 die Nach-richt von dem Tode seines Vaters in die Heirnathzurück. Da sein Vater ihm als dem jüngsten von5 Söhnen nur ein geringes Erbtheil hinterlassen,mußte er sich, um nach seinen Wünschen der Wissen-schaft leben zu können, erst eine auskömmlicheStellung zu erwerben suchen. Er ergriff zu die-sem Zwecke die juristische Laufbahn; diese war in-deß beschwerlich n. langwierig u. wurde für ihnin keiner Weise abgekürzt; denn obgleich seinOheim Sir Burleigh Lord-Schatzmeister war u.bei der Königin im höchsten Ansehen stand, kamihm dies nicht zu Gute, wahrscheinlich weil manseine nicht verhehlten wissenschaftlichen Plane fürunpraktisch ansah und ihn davon durch einelangsame praktische Carridre abzubringen hoffte.Die juristische Ausbildung wird in England ineiner Art von juristischen Innungen erworben;B. trat 1580 in die silrn/s lim, wurde 1586Barrister, 158S Besäer; erblieb von da ab seinganzes Leben hindurch Mitglied der Inn, wo erseit 1592 mit seinem Bruder Anthony gemein-schaftlich wohnte. Seit 1584 trat er in die par-lamentarische Laufbahn ein u. gewann bald durchseine ausgezeichnete Beredsamkeit einen großenEinfluß im Unterhanse; als er aber im Parla-ment von 1593 die Rechte des Hauses gegenKrone u. Lords vertheidigte, fiel er bei der Kö-nigin in Ungnade, so daß er bei deren Lebzeitentrotz der größten Anstrengungen zu keinem höherenStaatsamtc gelangte, sondern nur in der letztenZeit ihrer Regierung als unbesoldeter Rath derKrone beschäftigt wurde. Am Hofe Elisabethsverstand nnr Graf Essex die Talente u. Bestreb-ungen B-s zu würdigen; er trat mit ihm in dieengste Verbindung, wählte seinen Bruder Anthonyzu seinem Secretär, verwandte sich beständig,wenn auch ohne Erfolg, für seinen Freund u.schenkte ihm zur Aufbesserung seiner zerrüttetenBermögensverhältnisfe ein Landgut. Als Essexselbst bei der Königin in Ungnade fiel, suchteB. zu vermitteln, bis er den Grafen unrettbarverloren sah. Darauf fungirte er in dem Hoch-verrathsproceß desselben, um von sich selbst jedenVerdacht der Mitschuld abzuwenden, als Anklägerder Krone u. schrieb nach der Hinrichtung aufWunsch der Königin eine öffentliche Rechtfertigungdes eingehaltenen Verfahrens unter dem Titel:Eine Erklärung der Ränke n. Verräthereien, ver-sucht u. begangen durch Robert weil. Gras Essexu. seine Mitschuldigen; die Schrift erschien 1601im Druck. Als nach Elisabeths Tode die Freundedes Grafen Essex bei dem König Jakob I. wie-der zu hohem Ansehen gelangten, gab B. 1603 inForm eines Briefes eine Apologie jener Schriftgegen den Grafen heraus, worin er behauptete,er habe zu derselben nur den Stil geliehen,während der Geheime Rath der Königin u. dieseselbst den Inhalt geliefert. B. suchte sich von
Anfang an in die Gunst des neuen Monarcheneinzudrängen; er gehörte zu den 300 Personendie am Tage nach der Krönung, den 24 . Jyg1603, vom König den Ritterschlag erhieltenSir Francis stieg von jetzt ab schnell in deröffentlichen Laufbahn empor, infolge der gutenDienste, die er der Krone in den parlamen-tarischen Kämpfen leistete, später durch die Pro-tection des königlichen Günstlings, des Herzogsvon Buckingham, mit dem er sich aus dasEngste verband. 1617 wurde er Großsiegelbe-wahrer, 1618 Großkanzlcr; in demselben Jahreerhob ihn der König zum Baron v. Verulam u.zu Anfang 1621 zum Viscount v. St. Albans.Nach seiner Baronine nennt man ihn in der Ge^schichte gewöhnlich Lord Bacon v. Verulam. In-zwischen hatte die Regierungsweise des Königsdie allgemeinste Unzufriedenheit im Lande hervor-gerufen, u. da B. an den Mißbräuchen derselbeneinen hervorragenden Antheil hatte, versetzte ihndas Parlament von 1621, das auf seinen Rachberufen war, in Anklageznstand wegen Bestech-ungen im richterlichen Amte. B. bekannte schrift-lich seine Schuld u. verzichtete auf jede Berthei-
digung, weil durch diese Buckingham u. der König
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selbst mit compromittrrt worden wären, ohne daßer deswegen ans Lossprechung hoffen konnte. Erwurde von dem Hause der Lords zu 40,000 Pjd.Geldbuße, Gefängniß im Tower, so lange es demKönig beliebe, Verlust der Staatsamter n. seinesSitzes im Parlament u. Verbannung vom Hefeverurtheilt; die Adelstitel wurden ihm belassen.Der König begnadigte ihn nach 2 Tagen von derGefängnißstrafe, erließ ihm die Geldbuße, ertheilteihm 1622 die Erlaubniß zur Rückkehr nach Lon-don, wo er seine Stadtwohnung nun wieder zu6rn/s Inn nahm, gab ihm eine Pension von1200 Pfund u. berief ihn 1624 wieder ins Ober-haus, wo er aber nie erschien. Er benutzte dieunfreiwillige Muße, die ihm durch seinen Sturzgeworden, zu literarischer Thätigkeit u. wissen-schaftlichen Forschungen. In der Unruhe desStaatslebens hatte er nämlich seine ursprünglichenPlane nie aus den Augen verloren. Unter derRegierung Elisabeths fand er aber nur Zeit zurHerausgabe von vorbereitendenLssn^s, auf die erindeß stets ein großes Gewicht legte u. die beiseinen Lebzeiten noch zwei vermehrte Auflagenerlebten (die letzte enthält 58 Nummern). Gleichnach der Thronbesteigung Jakobs begann er mnder Ausarbeitung von Schriften, welche in ihrerGesammtheit die Darstellung eines neuen Systemsder Wissenschaft zum Ziele haben. Den innerenPlan zu diesem System, der ihm von Anfang anvorschwebte, hat er kurz vor seinem Tode ineinem Briefe an den Pater Fulgentius ausem-andergesetzt. Danach soll das Gesammtwerk, daser sich zur Lebensaufgabe stellt: Die große Er-neuerung der Wissenschaft (Instnurutio wagwchheißen. Dasselbe umfaßt 4 Theile: 1) Die En-cyklopädie der Wissenschaft, d. h. eme voll-ständige Übersicht u. Eintheilung derselben, umdie zu lösenden Aufgaben zu bestimmen. 2) TieMethodenlehre, welche das Instrument z«Erneuerung der Wissenschaft, die richtige Methode,darstellt. 3) Die Naturbeschreibung, weM
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