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Bd. 2 (1875) Arabische Sprache u. Literatur - Baumöl
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Babingtonit

bluti-ies Ende, obwol sie bis zuletzt die Abfassungjener Briefe leugnete. 2) Charles Cardale,hervorragender engl. Botaniker, geb. 1808 zuLudlow in Shropshire; erhielt seine Ausbildungauf den Schulen zu Bath und aus dem St.Johannes-Collegium zu Cambridge. B. ist einsehr fruchtbarer Schriftsteller: mehr als hundertAbhandlungen veröffentlichte er in den verschiedenenHetzschriften Englands über die Entomologie u.die Botanik der Britischen Inseln. Sein erstesOriginalwcrk ist die bstora okkabtz, doch am mei-sten bekannt ist er durch sein Uanuai ob LritistzZotsn/, 6. Anfl., London 1867. Dieses Handbuchiiianifestirt eine Eigenschaft, die in den meistenvon B-s Schriften hervortritt, nämlich eine starkeanalytische Tendenz. Er entdeckt außerordentlichschnell die Unterscheidungspunkte der Pflanzen, u.die Folge davon ist, daß er eine viel größere An-zahl von Arten in einer Gruppe anerkennt, alsdie meisten seiner Zeitgenossen. Dies zeigt nament-lich seine Abhandlung über Ptzs Lritistz Lubi(Brombeeren), Lond. 1869. B., der Mitglied vielerGelehrten Gesellschaften ist, ward 1861 zum Pro-fessor der Botanik an der Universität Cambridgeberufen; auch ist er Herausgeber der Lirnuls obMtur-ü blisborv.

Babingtonit, ein der Hornblende nahestehen-des Mineral, das triklinoddrisch krystallisirt, auskieselsaurer Kalkerde u. kieseüaurem Eisenoxydulbesteht u. sich in dunkelgrünen, durchscheinendenKrystallen namentlich in Arendal in Norwegenfindet.

Babinische Republik, s. u. Babin.

Baüirussa, so v. w. Hirscheber.

Bablah (Neb-Neb), die Hülsen, mehrerer Aka-zimarten, die aus Ostindien u. Ägypten in denHandel kommen, viel Gerbstoff enthalten u. zumÄchwarzsärben, Bereitung von Tinte u. als Arzneidienen.

Babo, 1) Franz Joseph Maria v., deut-scher Dramatiker, geb. 14. Jan. 1756 zu Ehren-breitstein; wurde, nachdem er schon als Dichterdes militärischen Dramas Arno (1773) bekanntgeworden war, 1778 Theatersecretär zu München.Nach baldigem Verlassen dieses Postens wurde erzum Professor der Ästhetik, 1793 zum Sludien-director der Militärakademie ernannt; 1798 fielihm die schwere Aufgabe zu, das verwahrlosteMünchener Hofthealer zu neuer Blüthe zu erhe-ben, was ihm auch gelang, aber bei größererEnergie von dem begabten, wenn auch in seinerliterarischen Richtung einseitigen Dichter in nochviel höherem Grade erreicht worden wäre. 1819gab er die Intendantur auf n. st. 5. Febr. 1822 zuMünchen. B. ist der glücklichste Nachahmer desGoetheschen Götz; sein hervorragendstes Ritter-schauspiel: Otto von Wittelsbach, Münch. 1781,Berl., 1798, Lpz. 1869, erregte bei seinem Er-scheinen allgemeine Sensation u. ist auch heutenoch nicht ganz von der Bühne verschwunden.Bon seinen Lustspielen gefielen am meisten: Bürger-gliick, Berl. 1792, 1793, u. Der Puls, Berl. 1804,ipz. 1869. Gesammelt erschienen B-s Dramenunter den Titeln: Schauspiele, Berl. 1793, 1Bd., u. Nene Schauspiele, ebd. 1804. 2) Lam-bert, Frelhr. v. B., verdienstvoller populärer

Babrios.

Schriftsteller auf landwirthschaftl. Gebiete u. einerder bedeutendsten Önologen, geb. 26. Oct. 1790zu Weinheim; studirte die Rechte, widmete sichspäter bei Thaer der Landwirthschaft u. wurdedann Gutsbesitzer bei Weinheim, wo er 20. Juni1862 starb u. wo ihm 1867 ein Denkmal gesetztwurde. In Heidelberg gründete er einen land-wirthschaftlichen Garten mit einer botanischen An-stalt. Er schr.: Über die Zehntablösung, Heidelb.1831; Die Traubenvarietaten, Mannh. 183638;Anleitung zur Wiesencultur, HeiLelb. 1836; Be-handlungsart der eingekellerten Weine, ebd. 1837;Wein- u. Tafeltrauben des deutschen Weinbergesin Gärten, Mannh. 183638, 2. A., 1855; DerWeinbau nach der Reihenfolge der verkommendenArbeiten, Heidelb. 1840 ff., 3. A., Franks, a. M.1871; Anleit, zur chem. Üntersuchung des Bodens,Franks. 1843; Der Weinstock, Franks. 1843, 2. A.,1857; Ackerbauchemie (speciell für den Landmann),ebd. 1845, 2. A., 1862; Die Erzeugung u. Be-handlung des Traubenweins, ebd. 1846; DerWeinbau in Geschichten u. Gesprächen, ebd. 1846;Die Hauptgrundsätze des Ackerbaues, Franks. 1851,4. A., 1874; Der Ackerbau nach seinen monat-lichen Verrichtungen, Franks. 1852, 2. A., 1862;Ackerbaulehre, ebd. 1855; Spaziergänge einesLehrers mit seinen Schülern (Gespräche über land-wirthschaftl. Gegenstände), 2. Aufl. ebd., 1872, 2Theile; gab heraus: Allgemeine Wochenschrift fürLand- u. Hauswirthschaft, Darmst. 183138 (ge-meinschaftlich mit Ladiges), u. redigirte das Ba-dische Landwirthschaftliche Wochenblatt. Als Chefder seit 1790 reichsfreiherrlichen Familie B. folgteihm sein ältester Sohn, Frhr. Lambert, geb. 25.Nov. 1818 in Ladenburg; er ist Professor derChemie zu Freiburg i. Br. u. hat sich durch che-mische Untersuchungen, sowie sein jüngerer BruderAugust, geb. 28. Jan, 1827, Director der Nieder-österreichischen Landes-, Obst- u. Weinbauschule zuKlosterneuburg bei Wien, durch landwirthschaftlicheSchriften bekannt gemacht.

Baboeuf, s. Babeuf.

Brlbolua, königl. Ungar. Gestüt im ComitatKomoru, südwestl. von dieser Stadt; zieht beson-ders arabische Pferde. B. besitzt über 4000 tzs,Triften u. Waldungen. Hier am 28. Dec. 1848siegreiches Gefecht der Österreicher gegen die Arridre-garde der Ungarn.

Babrios, griech. Dichter (um 150 v. Chr.),Erzieher des syrischen Prinzen Brauches, dem ereine Sammlung Äsopischer Fabeln widmete, welcheer in Choliambische Verse umgedichtet hatte. Bis-her waren 42 derselben in Avianus' lateinischerBearbeitung, 53 in den griechischen Tetrastichendes Gabrias u. Ignatius Magister (im 9. Jahrh.),sowie viele in den prosaischen Bearbeitungendes Tzetzes (12. Jahrh.) u. Maximus Planudes(1350) bekannt; da brachte 1844 der Grieche Mi-noides Mynas eine Abschrift von 122 im Klosterder heil. Laura auf dem Berge Athos entdecktenechten Fabeln des B. nach Paris (herausg. vonBoissonade, Par. 1844, u. besonders von Lachmann,Berl. 1845 u. ö.); 1857 erst verkaufte Mynasdie Handschrift selbst an das Britische Museumnebst einer anderen, die 95 etwas zweifelhafte Fa-beln enthält. Die Fabeln des B. sind durch ihre