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Axona —
Entwickelungsweise noch nicht vollständig aufgeklärtiß Die ursprünglich eingeführten, ca. 20 omlangen, schwarz u. weiß gefleckten Thiere sindunseren Wassermolchen (Iriton) an Gestalt ähnlich,jedoch ausgezeichnet durch ansehnliche Kiemen-büschel, deren 3 an jeder Seite des Halses herab-hängen. Während aber die Salamander vor ihrerReife die Kiemen abwerfen, um fortan durchLungen zu athmen, behält der A. auch dannseine Kiemen bei und bietet so den seltenen Falleiner Larvenzeugung (Pädogenese); denn Exem-plare, welche im Pariser Pflanzengarten aus Eierndes A. gezogen wurden, verloren ihre Kiemen,Rücken- u. Schwanzkamm u. bildeten sich zu einerzweiten Geschlechtsgeneration, der Salamander-qattung LmbiMoma L'seld., um.
Axona (a. Geogr.), Fluß im Belgischen Gallien,welcher, mit der Esia (Oise) vereinigt, sich in dieMatrona (Marne) ergießt; jetzt Aisne.
Axöne (a. Geogr.), Demos der attischen PhyleKekropis, Salamis,, gegenüber, an der Küste. Be-rüchtigt waren die Äxoner als Spötter u. schmäh-süchtige Menschen.
Axonometrie, Zweig der beschreibenden Geo-metrie, der sich damit beschäftigt, die Projektionenvon Punkten mittels ihrer Coordinaten im Raume,die wieder auf ein projicirtes Ächsenkreuz bezogensind, zu bestimmen. Sie findet ihre Anwendungnamentlich im axonometrischen Zeichnen,einer Darstellungsmethode von Körpern, Maschinenrc., bei der dieselben auf eine die drei recht-winkeligen Koordinatenachsen im Ranme schneidendeEbene projicirt werden. Es gibt diese MethodeBilder, bei denen alle 3 Dimensionen sichtbarwerden, während bei Bildern der gewöhnlichenProjectionsmethode, wo die Projektionen auf eineder 8 Coordinatenebenen gezeichnet werden,immer nur 2 Dimensionen zur Anschauung kom-men. Es ist daher diese Zeichenmethode in denneueren Werken auf Weisbachs Vorgang vielfachin Anwendung gekommen. Wenn man die Winkelkennt, unter denen die Projektionsebene die 3Coordinatenebenen schneidet, u. man sich dannentsprechend reducirte Maßstäbe anfertigt, so sinddie nach dieser Methode gezeichneten Bilder an-schaulicher u. geben die Diniensionen ebenso genauan, wie nach Len älteren Methoden. Man unter-scheidet gewöhnlich die isometrische Projektion,wo die Bildebene gleiche Winkel mit den Coordi-natenebenen einschließt, also die Projektion desAchsenkreuzes von drei unter 120" sich schnei-denden Linien gebildet wird; die monodime-trische, wo nur 2 dieser Winkel gleich sind,u. die anisometrische, wo alle 3 Winkel un-gleich sind. Vgl. Das axonometrische Zeichnenvon I. Weisbach, Freiburg 1857.
Axt, gewöhnlich ein von beiden Seiten gleich-mäßig zugeschärftes, keilförmiges Werkzeug ausgehärtetem Stahl oder verstähltem Eisen zumFällen, Behauen n. Spalten des Holzes. Amstarken Ende des Keils ist parallel der Schneideeine Öffnung (Öhr, Auge, Haube, Haus) zumEinsetzen des Stiels (Helm) , der am besten ausWeißbuchenholz gefertigt wird u. so lang ist, daßer mit zwei Händen geführt werden kann. DerZimmermann gebraucht die gewöhnliche Zimmer-
- Axum.
axt (Bnndaxt oder Bandhacke) zum Behauen(Beschlagen) des Holzes ans dem Rohen, fernerdie Queraxt (Zwerchaxt) von ankerartiger Form(Stiel in der Mitte), mit einer schmalen Zuschärf-ung) senkrecht zum Stiel und einer breiterenparallel dazu, zum Aushauen von Löchern, endlichdie Stoßaxt (Stichaxt), welche ohne besonderenStiel mit der Hand gestoßen wird, zum Ausputzenvon Zapfenlöchern. Letztere sieht einem Winkel-maße ähnlich. Der Erfinder der A. soll.Dädalossein. Die Griechen u. Römer brauchten Ä-e theilszum Fällen u. Spalten des Holzes, theils beimOpfer, um dem Opferthier den Nacken durchzu-hauen, theils im Kriege als Streitaxt; zu erstemGebrauch war sie ein-, zu den beiden letztenZwecken zweischneidig (dipounis). Die germani-schen u. slavischen Völker bedienten sich auch derA-e, in ältester Zeit von Stein, später von Metall.Auch im Volksaberglauben spielt die A. eineRolle; es wird ihr eine gegen bösen Zauberschützende Kraft zugeschrieben, wol im Zusammen-hänge mit dem Hammer Donars.
Axtorna-Haide, im schwcd. Län Halmstad. Hierbei Svarteraa am 18. Oct. 1565 Sieg derDänen (4000 Mann) unter Rantzau über 25,000Schweden.
Axum (Auxume), ehemalige Hauptstadt desAxumitischen Reiches, das sich seit dem 2. Jahrh.n. Ehr. über einen großen Theil der afrikanischenKüste des Rothen Meeres, sowie über Jemen u.Saba erstreckte; jetzt Stadt von etwa 3000 Ew. imabessinischen Reiche Tigre, mit mehreren steinernenKirchen; besuchter Wallfahrtsort. Im Alterthumwar die St. blühender Handelsort u. im 6. Jahrh.n. Ehr. der Haupthandclsplatz für Indien undArabien. Hier fanden die Römer die, Grenzeihrer Eroberungszüge gegen Süden. Die Königenahmen übrigens griechische Bildung an, u. diegriech. Sprache war selbst die Hof- u. Priester-sprache, während die einheimische Sprache einsemitischer Dialekt war, der heute durch die Tigre-sprache vertreten ist. Unter König Aizanes (vor derMitte des 4. Jahrh.) wurde das Christenthumvon Frumentius und Ädesius hier gepredigt undbreitete sich schnell aus; Frumentius wurde dererste Bischof. Durch die Mohammedaner wurdedas Reich A. gestürzt, die Stadt aber 1535 vonGranje, König von Adel, zerstört. Es finden sichvon der alten Stadt noch viele Ruinen, Obelis-ken, Opferaltäre, Katakomben rc. Die Obelis-ken, auf einer niederen Terrasse im NO. derStadt, sind größtentheils umgestürzt; einzelne sindganz roh, andere symmetrisch gearbeitet und 18bis 20 m lang. Von den ägyptischen unterscheidensie sich durch ihren oblongen Querschnitt u. da-durch, daß auf ihnen keine Inschriften u. bild-lichen Darstellungen sind; sie haben eine ArtPiedestal mit zwei Stufen u. 8—10 stockwerk-artige Abtheilnngen, dann fensterartige Vertief-ungen u. am Fuße eine blinde, viereckige Thürzwischen Pfeilern. Die Opfersteine bestehen auseiner Platte mit einem kleinen Blocke, welcherlängs dreier Kanten seiner Oberfläche eine tiefeRinne zeigt. In dem Felsenabhange an demTrümmerfelde sind Treppen, Wege u. Wohnungenin das Gestein gehauen, u. an seinem Fuße liegt