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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2, 2J

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Der Erste sprach: daz han ich schier gemeßen. ,

Vor alle freüde wiege ich eßen, ,1 !

Alz ich euch wol bescheiden kan, ;i

Wan ich byn aller speyse wan ,j

Vnd mich zwynget die hungers nott. jj

So erfreüwet mich kein mündlin rot !j

Noch keyn freüde uif erden. !

Ich kan nymmer froelich werden, '

Wan man vor mir synget, schallet. j |

Dye weil mein mage in hunger wallet, 1 j

So ist alle freüde enzwey. i I

Eßen hat die besten krey, ; j

So sie kein freüde uff erden hat, u

Dez mir die meynste menge gestat. : 1

DEr Ander sprach: eßen ist ein freüde guet. ;

Wer gesahe ye hohen muet ,!

Newr alleyn von eßen?

Du hast dein freüde zue hoch gemeßen.

Mit hulden ich daz sprechen sol. ;jj ^

Ist eyner der aller besten speise vol, ! ;

So sie uff erden mag gesein,

Dester groeßer ist sein peyn. /;

Vnd hat er nit zue trincken, 1 |

Alle freüde müßen hynckeuVor der freüde mein,

Ich mein den wein, den wein, den wein,

Der sol mir leyt vertreiben,

Dye wil ich für die besten schreiben. '

Du hast dein freüde zue hoch gemeßen,

An weyn ist alle freüde verseßen. .[

DEr drytt sprach: ich yße gern, r.;

So mag ich trincken nit enbern. ;

Doch weiß ich ein ander freüde,

Mit der ich für euch alle getide, :

Ich meyn der süßen mynnen spyl. s

Wer mir daz verkeren wil, «

Der ist ein fraeß oder ein sinnt, | !

Dem ist vmb kein ander freüde kvnt, 4 :