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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Die dyrne slaeffen began

Vnd leyt sicli vor den ofen nyeder.

Also sait man vns sieder,

Daz die zu mynne recht lack5 Ynd keyner gedeck nicht enpflag.

Herolt wart dez gewarYnd sleich jn der vynster dar.

Da er sie also ligen sach,

Zue ym selber ei' da sprach:

10 Jch weiß nicht, waz ich tuewe.

So ist die dyrne vngehewrVnd leit nahent bei dem fewrHs. 2,42 d Vnd wirfft mich mit dem arß jn die gluet.

15 Jch weiß nit, wer mir den schaden ab tuet.

Möcht ich siinst gerechen mich,

Auff mein trewe, daz tet ich.

Er nam einen prynnenden prantVnd gieng herauß zue der want,

20 Da ein spyegel glaß

Jn die want gemacht waz.

Herolt der vil frech

Den Spiegel mit dem pech -

Er also heißen nam

25 Vnd machten der fraüwen vor die schäm.

Er gieng von dannen vnd lacht.

Da die dierne erwacht

Vnd sye dez Spiegels glaß enphant,

Zwyschen die beyn sach sie zue hant:

30 Da sach sye ein groß fewr jnnen

Jn dem Spiegel prynnen.

Sye erschräck vnmaßen sere

Vnd sprach: we mir heute ymmer mere!

Sammer der guete sant Michahel,

35 Mir prynnet leip vnd sele.

Wol auff, frauwe vnd herre,

11. Fastnachtspiele s. 1177 ist die hier fehlende zeile so ergänzt: Machich mich mit meinem schimpf hinzue.