Druckschrift 
Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
471
Einzelbild herunterladen
 

471

hb. 2,421- VON DEM KNECHT HEROLT.

In eynem dorff saß ein man,

Alz ich von jn vernomen han,

Der liett ein dyrne viul ein knecht,

Hs. 2,42° Dye waren yrn zue dienste recht.

Der knecht hieß herolt

Ynd er die dyrne von herczen holt.

Er bat sye fruewe vnd spat,

Daz sye seinen willen tet.io Dicke geloht sye ym daz,

Doch waz ynnner etwaz,

Daz sye zue wort hettYnd seinen willen nicht endet.

Dick geschach an ym daz,

15 Daz sein den knecht verdrießen waz,

Vnd gedacht jn seinem synne:

Seit ich dein nicht mag mynne,

So wil ich ymmer etwazDir zue leyde vnd zu haß20 Tuen, oh iehs gefugen kan,

Daz paidew frauwen vnd manHaben zue reden da von vil.

Mit willen ich daz tuen wil.

Da kwam ez kiirczlich dar zue,

25 Daz die dyrne eyns morgens fruewe

Den offen heißen woltJrem herren, alz sie von recht solt.

Da daz fewr in dem ofen enpran,

1. EiDe ziemlich abweichende faßung s. in meinen fastnachtspielen s. 1176.7. ? Und het die dirne im.

i